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Energiekosten: Deutsche müssen bis zu zehn Prozent ihres Einkommens für Strom und Gas aufwenden

14.04.2011 - 09:39

Strom und Gas kosten die Deutschen bis zu zehn Prozent ihres durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommens. Dabei gibt es große regionale Unterschiede. Im Durchschnitt der 100 größten Städte in Deutschland liegt die Quote der Energiekosten am Einkommen bei 7,48 Prozent.

Die Energiekostenquote berechnet CHECK24.de aus der prozentualen Belastung des Haushaltsnettoeinkommens* durch die Strom- und Gaskosten** in den 100 größten deutschen Städten.

Die höchste Energiekostenquote hat Leipzig mit 9,88 Prozent. Verbraucher bezahlen hier 154 Euro p.m. für Energie bei einem durchschnittlichen Haushaltsnettoeinkommen von 1.552 Euro monatlich. Auf Rang zwei folgt Gera mit einer Quote von 9,53 Prozent.

Verbraucher in ostdeutschen Großstädten besonders betroffen

Verbraucher in Ostdeutschland sind insgesamt am stärksten betroffen. In allen untersuchten ostdeutschen Städten, mit Ausnahme von Potsdam (Quote von 7,16 Prozent), liegt die Energiekostenquote über dem Bundesdurchschnitt von 7,48 Prozent (Energiekosten pro Monat: 129 Euro, durchschnittliches Haushaltsnettoeinkommen im Monat: 1.738 Euro).

Außerdem befinden sich von den zehn Städten mit der höchsten Energiekostenquote sieben in Ostdeutschland. Grund für die hohen Energiekostenquoten in den ostdeutschen Städten ist die ungünstige Kombination aus geringem durchschnittlichem Haushaltsnettoeinkommen und hohen Energiepreisen.

München: Niedrigste Energiekostenquote mit 5,41 Prozent

Nur 5,41 Prozent ihres Nettoeinkommens müssen die Münchner für Energie ausgeben und haben damit die geringste Kostenquote. Das liegt daran, dass Verbraucher in München mit 2.138 Euro p.m. über das höchste durchschnittliche Haushaltsnettoeinkommen der 100 Städte verfügen und die Energiekosten mit 116 Euro monatlich vergleichsweise gering sind.

Die höchste Quote der westdeutschen Großstädte hat Bremerhaven mit 9,29 Prozent. Grund ist vor allem das relativ niedrige Durchschnittsnettoeinkommen von 1.426 Euro.

Regionale Preisunterschiede von bis zu 68 Prozent

Zwischen den Städten bestehen deutliche Preisunterschiede: Verbraucher in Leipzig zahlen für 10.000 kWh Gas 1.008 Euro p.a. und damit 68 Prozent mehr als Kunden der Grundversorgung in Siegen.

3.000 kWh Strom kosten in Regensburg 713 Euro. In Mainz und Darmstadt berechnen die Versorger für die gleiche Menge Strom 875 Euro und damit 23 Prozent mehr.

Durch Anbieterwechsel bis zu 673 Euro p.a. sparen

Durch einen Wechsel aus der Grundversorgung zu einem günstigeren Anbieter kann jeder Verbraucher seine persönliche Energiekostenquote senken. Am meisten sparen Verbraucher in Gera mit 673 Euro pro Jahr. Durchschnittlich liegt das Sparpotential bei 464 Euro im Jahr.

* Quelle: IVD (Immobilienverband Deutschland) Bundesverband, IDV Merkblatt Mietbelastung, Stand November 2008 ** Berechnungen für einen durchschnittlichen Stromverbrauch von 3.000 kWh/Jahr (Zwei-Personen-Haushalt) und einen durchschnittlichen Gasverbrauch von 10.000 kWh/Jahr (Zwei-Personen-Haushalt)

(ek)

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