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Bundesnetzagentur ruft Verbraucher zum Anbieter-Wechsel bei Strom und Gas auf

01.12.2010 - 11:49

Die Bundesnetzagentur hat die Verbraucher erneut zu einem Wechsel ihres Strom- und Gasanbieters aufgerufen. Haushaltskunden könnten damit pro Jahr eine dreistellige Summe sparen, wie aus dem aktuellen Monitoring-Bericht der Behörde hervorgeht. Doch längst nicht alle nutzen die Chance.

Bundesnetzagentur-Chef Matthias Kurth trommelt seit Wochen unermüdlich, um die deutschen Verbraucher zu einem Wechsel ihres Versorgers zu bewegen. Im aktuellen Monitoring-Bericht, den seine Behörde jedes Jahr veröffentlicht, legt er jetzt noch einmal nach. 160 Euro Einsparung im Jahr seien für einen durchschnittlichen Haushalt bei einem Wechsel des Stromanbieters drin, bei einem Wechsel des Gasanbieters sind es demnach rund 100 Euro.

Doch nur rund die Hälfte der Stromkunden und nur ein geringer Teil der Gasverbraucher haben laut Bundesnetzagentur bisher von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Als Gründe nennt der Bericht mangelnde Informationen über die Möglichkeiten des Wettbewerbs und das Vorurteil, dass der Wechsel kompliziert sei und nur ein geringes Sparpotential biete. Kurth rief deshalb die Verbraucher dazu auf, sich zu informieren. Häufig genüge bereits ein Gespräch mit dem bisherigen Versorger, um einen günstigeren Tarif zu erhalten.

Indirekt übt der Bericht auch Kritik an der Preispolitik vieler Stromversorger, die aktuell Preiserhöhungen angekündigt haben. Denn der starke Zuwachs bei den erneuerbaren Energien führe zwar zu einem Anstieg der EEG-Umlage, die an die Betreiber der Ökostrom-Kraftwerke gezahlt wird. Andererseits seien die Einkaufspreise für Strom aber zurückgegangen, so dass unterm Strich eigentlich eine Entlastung der Haushaltskunden stehen müsse.

Sorgen macht der Regulierungsbehörde der verzögerte Ausbau der Netze für die zunehmenden Mengen an erneuerbare Energien - sie machten im vergangenen Jahr 80 Prozent des Zuwachses an Erzeugungskapazität aus. Eine Erfolgsmeldung kommt dagegen vom Gasmarkt. Hier konstatiert die Bundesnetzagentur eine entscheidende Verbesserung der Wettbewerbssituation. Das habe den Verbrauchern durchschnittlich zehn Prozent Ersparnis gebracht.

(mb)

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