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67 Grundversorger erhöhen Strompreise im März und April

18.02.2010 - 11:28

Damit steigt die Zahl der Stromanbieter, die im Jahr 2010 ihre Preise angezogen haben, auf 241 von insgesamt 900 Grundversorgern. Bereits zum Januar und Februar hatten 174 Strom- und 80 Gasanbietern die Preise erhöht. 29 Gasversorger korrigieren zum März und April die Preise nach oben.*

Strom: Erhöhungen um über 11 Prozent

Die Erhöhungen der 67 Stromversorger liegen im Durchschnitt bei 5,7 Prozent. In der Spitze wird Strom sogar um über 11 Prozent teurer. Dies bedeutet für einen Durchschnittshaushalt eine Mehrbelastung von mehr als 124 Euro im Jahr.

Im März sind von den Strompreiserhöhungen unter anderem die Kunden der Stadtwerke München, Dresden, Koblenz und Cottbus sowie des Regionalversorgers SÜWAG betroffen. Ab April müssen dann auch alle Kunden der Stadtwerke Leipzig, Chemnitz und Würzburg mit höheren Preisen rechnen. Nur drei Grundversorger senken ihre Preise – im Schnitt um 4,5 Prozent.

E.ON verteuert Strom im Mai

Jetzt schon steht fest, dass E.ON-Kunden in Hamburg, Schleswig-Holstein, Bayern, Hessen, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen und Sachsen-Anhalt ab Mai mehr für ihren Strom zahlen müssen.

Am härtesten trifft es die Kunden von E.ON Hanse in Hamburg und Schleswig-Holstein. Dort steigt der Strompreis pro Kilowattstunde um 1,52 Cent. Das entspricht einer Erhöhung um 6,5 Prozent.

Die Tochtergesellschaften von E.ON rechtfertigen die Preisanpassungen mit den höheren Kosten für die Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien und den erhöhten Netzentgelten.

Gas: Auch 29 Gasversorger ziehen die Preise an

Nachdem die Gasanbieter ihre Preise im vergangenen Jahr fast ausschließlich gesenkt haben, geben zum März und April 2010 nur drei Anbieter eine Korrektur nach unten bekannt. 29 Versorger wollen die Gaspreise erhöhen – im Durchschnitt um 7,2 Prozent, in der Spitze sogar um über 13 Prozent.

Tipp: Auf langfristige und umfassende Preisgarantien achten

Verbraucher können auf gestiegene Preise mit einem Anbieterwechsel reagieren. Vor dem Abschluss eines neuen Vertrages sollten sie vor allem auf langfristige und umfassende Preisgarantien achten. Wichtig ist, dass die Garantie sämtliche Preisbestandteile beinhaltet. Eine Energiepreisgarantie, die lediglich 40 Prozent des Gesamtpreises sichert, schützt nur unzureichend vor Preiserhöhungen.

(eko)

*Analyse von CHECK24: Strom: Berechnungen für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 5.000 kWh Gas: Berechnungen für einen durchschnittlichen 4-Personen-Haushalt mit einem Verbrauch von 20.000 kWh

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