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Was bedeutet … WLAN, DSL, LTE und Co.?

07.12.2016 - 15:51

WLAN – jeder beschwert sich, wenn es nicht funktioniert oder zu langsam ist. Doch wofür die Abkürzung steht, das weiß kaum einer. Genauso verdutzt dürften die meisten Menschen drein blicken, wenn man sie nach der Bedeutung von DSL, LTE oder eher unbekannten Begriffen wie Docsis fragt. Aber keine Panik: Wir erklären euch, wofür das alles steht und machen euch zum Abkürzungsexperten – zumindest was Internetzugänge angeht.
 

Hat das Hotel WLAN?

Wer unterwegs surfen will, benötigt meist WLAN – denn entweder ist der Mobilfunkempfang schlecht oder gar nicht erst vorhanden oder man will sein sowieso schon schlankes Highspeed-Volumen nicht unnötig belasten.

WLAN-Hotspots sind inzwischen glücklicherweise so gut wie überall zu finden: im Café, Hotel, an Bahnhöfen oder an öffentlichen Plätzen, wo sie von der jeweiligen Stadt oder Gemeinde angeboten werden. Und natürlich zu Hause. Ein solches WLAN kann von allen Passanten genutzt werden. Teils sind sie komplett offen, sodass das Handy nur verbunden werden muss. Teils müssen sich User vorher noch kurz per Mailadresse registrieren und anmelden.

Aber wofür steht denn WLAN nun? Das W, die meisten werden das vermuten, steht für Wireless. Und LAN ist die Abkürzung für Local Area Network. Zu Deutsch steht WLAN also einfach für ein kabelloses lokales Netzwerk.
 

LAN - wie WLAN nur ohne W
 

Auch der Begriff LAN taucht bei Internetanschlüssen häufiger auf. Nachdem wir geklärt haben, was WLAN bedeutet, ist es denkbar einfach, sich herzuleiten, wofür LAN steht. Oben steht es ja auch eigentlich schon: Ein LAN ist ein Local Area Network - ein lokales Netzwerk.

Das W haben wir hier aber nicht vergessen, sondern es fehlt, weil es ergänzend zu WLANs auch LANs gibt. Lokale Netzwerke also, die nicht kabellos, sondern kabelgebunden funktionieren.

Jeder, der einen Internetanschluss zuhause nutzt und keinen WLAN-Router, sondern ein herkömmliches Modem besitzt, hat sein eigenes kleines LAN. Um dieses LAN aufzubauen, ist ein sogenanntes LAN-Kabel nötig, das an einem sehr prägnanten Stecker erkennbar ist.


(V)DSL – Internet über die Telefonleitung


Viele gebrauchen DSL als Synonym für den Internetzugang, genau genommen steht die Abkürzung aber nur für einen Teil der Internetzugänge: all jene, die heutzutage über die Telefonleitung realisiert werden.

DSL steht für Digital Subscriber Line, bedeutet also nichts anderes als digitaler Teilnehmeranschluss. Das DSL-Modem, das heutzutage meist im Router verbaut ist, kommuniziert dabei mit dem DSLAM, also dem grauen Kasten auf der Straße. DSLAM steht dabei für Digital Subscriber Line – soweit sind wir schon – Access Mulitplexer, also DSL Zugangsmultiplexer.

Und wofür steht dann VDSL? Ganz einfach: Das V steht für „very high speed“. Eine DSL-Leitung ist dann „very highspeed“, wenn der graue Kasten auf der Straße mit Glasfaserkabeln ans Netz beziehungsweise die Vermittlungsstelle angebunden ist. In diesem Fall sind Surfgeschwindigkeiten von bis zu 50 MBit/s möglich.

Ist der Verteilerkasten zudem mit Vectoring-Technik ausgestattet, sind auf derselben Leitung bis zu 100 MBit/s möglich. Die Telekom und andere Netzbetreiber bauen derzeit vielerorts Vectoring-Technik ein, sodass Tarife mit bis zu 100 MBit/s über die Telefonleitung keine Seltenheit mehr sind. Eine Verfügbarkeitsprüfung gibt Aufschluss darüber, ob die Leitung schon mit Vectoring-Technik ausgestattet ist.
 

DOCSIS: Das DSL des TV-Kabelnetzes


DOCSIS ist eine Abkürzung, die die wenigsten schon einmal gehört haben dürften. Dennoch ist die Technik dahinter sehr weit verbreitet, es handelt sich dabei nämlich um den Übertragungsstandard für Internet. DOCSIS steht für Data over Cable Service Interface Specification – kompliziert, daher wird der Name von den Anbietern und Fachmedien kaum gebraucht.

Das „very high speed“ im TV-Kabelnetz heißt DOCSIS Version 3.1 – das soll bereits 2017 in ersten Teilen deutscher Kabelnetze aktiviert werden soll. Mit DOCSIS 3.1 sollen im Download 1.000 MBit/s und mehr drin sein – aktuell kommen die Kabelnetze mit DOCSIS 3.0 auf bis zu 400 MBit/s.
 

LTE: Bandbreite aus der Luft gegriffen


Wo keine kabelgebundene Internetleitung verfügbar ist, ist häufig LTE eine Alternative: Dabei handelt es sich um den Mobilfunkstandard der vierten Generation, daher auch 4G genannt. Daten können über LTE derzeit mit bis zu 300 MBit/s heruntergeladen werden – auf dem Papier sind bis zu 1.000 MBit/s drin.
 

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