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Was bedeutet eigentlich…der Pingwert?

29.11.2016 - 11:45

Vom Pingwert haben vermutlich die wenigsten je gehört. Aber alle, die im Internet surfen, haben mit ihm zu tun. Dieser Begriff bezeichnet die Zeitspanne, die ein Datenpaket vom Sender zum Empfänger und dessen Antwort darauf zurück zum Sender braucht. Bildlich gesprochen ist der Pingwert wie ein Tischtennisball, der zwischen zwei Spielern hin und her gespielt wird. Und je schneller beide Seiten reagieren, desto kürzer ist die Zeit, in der das Datenpaket (oder der Tischtennisball) unterwegs ist.

Bleibt die Frage, wieso der Pingwert relevant ist. Bisher hieß es stets, er sei nur für Onlinegamer wichtig, die bei anspruchsvollen Spielen darauf angewiesen sind, dass Server schnell reagieren. Allerdings macht sich der Pingwert inzwischen Millionen Usern bemerkbar, ohne dass sie es überhaupt wissen: beim Telefonieren über Skype oder Facetime zum Beispiel.

Ist dabei der Pingwert zu hoch, klingt ein Telefonat in etwa wie ein Ferngespräch vor 20 Jahren: Die Gesprächspartner hören Echos oder fallen sich gegeneinander quasi ständig gegenseitig ins Wort, weil Nachrichten verzögert übertragen werden. Wer zudem in Onlinegames versiert ist, weiß, dass ein zu hoher Pingwert spielentscheidend sein kann und in der virtuellen Welt über Leben oder Tod entscheiden kann.

Pingwert messen – kann jeder selbst

Wer seinen Pingwert ermitteln will, kann das mit einem einfachen Online-Tool vom heimischen Rechner aus machen. Die meisten der gängigen DSL Speedtests messen neben der Download- und Uploadrate auch diesen Wert mit.
Außerdem könnt ihr auch die folgende Methode an eurem Computer selbst nutzen, um den Pingwert zu einer bestimmten Seite zu testen:

  1. Geht unter Windows auf Start, dann Ausführen und gebt cmd ein. Dann sollte ein schwarzes Fenster aufpoppen. Unter Windows 10 könnt ihr den Befehl auch in die Suchleiste eingeben.
  2. Gebt dort einfach ping [Name einer Website] ein und drückt Enter
  3. Nach kurzer Zeit erscheinen drei Zeitangaben in Millisekunden: das Minimum, das Maximum und der daraus resultierende Mittelwert.
 


Dieser Mittelwert ist der Pingwert zwischen eurem Rechner und der angesteuerten Website. Um ein möglichst aussagekräftiges Ergebnis zu bekommen, solltet ihr die Pingwert-Messung zwar immer mit der gleichen Website, aber zu unterschiedlichen Zeit testen.

DSL, Glasfaser, TV-Kabel oder Mobilfunk: So hängt der Ping von der Zugangstechnologie ab

Die einzelne Zugangsart beeinflusst den Pingwert relativ wenig. Entscheidend ist aber, ob ihr eine kabelgebundene – sprich DSL, Glasfaser oder TV-Kabel – oder eine kabellose Mobilfunktechnologie oder gar Internet via Satellit nutzt. Sowohl bei einem DSL Anschluss als auch Glasfaser oder Kabelanschluss sollte der Pingwert relativ niedrig sein.

Bei einer Mobilfunktechnologie sieht es hingegen anders aus. Mit allem außer LTE, also die 3G-Funkstandards wie UMTS, liefern eher schlechte Ergebnisse. Ab der 4G-Technologie, wozu LTE zählt, sind sehr gute Pingwerte durchaus möglich. Bei DSL via Satellit sieht es allerdings sehr düster. Denn allein der Weg von der Erde zum Satellit macht jedem vernünftigen Wert den Garaus.

(awa)

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