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Glasfaser: Ultradünne Leitung für Internet in Lichtgeschwindigkeit

10.01.2017 - 10:34

Schnelles Internet ist das A und O in unserer Zeit. Vor wenigen Jahren wurden Bandbreiten von sechs oder 16 MBit/s noch als Highspeed verkauft, aber inzwischen sind diese Geschwindigkeiten nur noch Durchschnitt. Wer zu den Schnellsten im Netz gehören will, muss Anschlüsse mit 100, 150 oder noch mehr MBit/s bestellen. Die Crux an der Sache: Diesen Highspeed können viele alte Telefonleitungen nicht stemmen – dazu braucht es hochmoderne Leitungen aus Glasfasern.

Über solche sogenannten Lichtwellenleiter sind problemlos 1.000 MBit/s und mehr realisierbar. Die Datenübertragung über diese Leitungen ist schneller als über Telefonleitungen aus Kupfer-Doppel- oder Koaxialkabeln, da über Glasfaser mehr Informationen pro Zeiteinheit übertragen werden können und sie zudem unempfindlicher gegenüber elektrischen und magnetischen Störeinflüssen sind.

Damit  Verbraucher in den Genuss dieser Hochgeschwindigkeitsanschlüsse kommen, müssen die Leitungen entsprechend verlegt sein. Aktuell werden drei verschiedene, für Privatkunden relevante Arten von Glasfasernetzen unterschieden:

1. FTTC/FTTS = Fibre to the curb/Fibre to the street

 

Diese Art der Glasfaserverlegung ist derzeit in Deutschland am gängigsten, die Telekom nutzt für den VDSL-Vectoring-Ausbau etwa FTTC. Dabei werden Glasfaserkabel vom Hauptverteiler des Netzbetreibers bis zum Kabelverzweiger (1) verlegt – die sogenannte „Letzte Meile“, der Leitungsteil, der vom Kabelverzweiger (KvZ) in die Häuser (2) führt, bleibt dabei unberührt – zwischen dem grauen Kasten auf der Straße und dem Anschluss in der Wohnung (3) liegt also weiterhin ein Telefonkabel aus Kupfer oder ein TV-Kabel.

Zwischen Vermittlungsstelle und Kabelverzweiger rasen die Daten quasi über Datenautobahnen, danach werden sie bis zum tatsächlichen Empfänger auf Bundesstraßen ausgebremst. Im Telefonnetz werden mit VDSL-Vectoring aktuell bis zu 100 MBit/s erreicht, im Kabelnetz bis zu 400 MBit/s. Im Kabelnetz ist mit FTTC sogar noch Luft nach oben.

2. FTTB = Fibre to the basement/building

 
FTTB ist der nächstbessere Ausbauschritt nach FTTC/FTTS. Bei dieser Glasfaserverlegung reichen die Lichtwellenleitungen vom KvZ (1) bis in die Keller von Häusern (2). Von dort aus erfolgt die Weiterverteilung der Daten dann wieder über Kupferkabel (3).

Verbraucher profitieren also von einer wesentlich kürzeren Kupferleitung und demzufolge auch einer höheren Datenübertragungsrate. Es gibt bereits Anbieter, die über FTTB mit Hilfe des Übertragungsstandards g.fast Downloadraten von bis zu 1.000 MBit/s anbieten.

3. FTTH = Fibre to the home

 
Wer bereits von einem Glasfaseranschluss in die Wohnung profitiert – das bedeutet Fibre to the home – gehört bereits zu den Gewinnern in Sachen Highspeed-Internetanschluss. In diesem Fall hört die Lichtwellenleitung nicht am Kabelverzweiger (1) oder im Keller (2) auf, sondern erst dort, wo der Verbraucher seinen Router anschließt (3).

Dazu müssen allerdings auch im Haus Glasfaserleitung verlegt worden sein. Die meisten FTTH-Anbieter haben Tarife mit bis zu 1.000 MBit/s im Angebot, das Potenzial von FTTH-Anschlüssen liegt allerdings um ein Vielfaches höher.

Highspeed-Internetanbieter: Hier gibt’s günstige Glasfaseranschlüsse

Unter den großen DSL-Anbietern tut sich vor allem die Deutsche Telekom mit ihrem Glasfasernetz, das sie selbst als Giganetz bezeichnet, hervor. Dank dieses bereits recht gut ausgebauten Netzes kann der Ex-Monopolist auch relativ günstige DSL Tarife anbieten. Doppelflatrates mit bis zu 50 MBit/s Highspeed sind bei einem Anbieterwechsel bereits ab 19,12 € Effektivpreis im Monat zu haben.

Bei Glasfaserausbau sind allerdings auch regionale Internetanbieter an der Spitze dabei. Beispielsweise der in München und weiten Teilen Bayerns rührige Provider M-net baut sein Highspeednetz stetig aus und bewirbt es auch entsprechend in den bereits erschlossenen Regionen.

 

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