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Highspeed-Internet trotz lahmer Leitung

26.04.2017 - 09:30

Mit Highspeed ins Internet – das funktioniert in immer mehr Haushalten. Doch vielerorts kommen Verbraucher nicht mit über 16 MBit/s in Internet. Woran das liegt und wie ihr trotz lahmer Leitung schneller surfen könnt.
 

Die Internetgeschwindigkeit hängt vom Ausbaustatus der Leitung ab.

Streamingdienste wie Youtube und Netflix lassen die Nachfrage nach hohen Internetbandbreiten weiter ansteigen. Dank hoher Investitionen der Internetanbieter ist es in vielen Orten bereits möglich, mit bis zu 400 MBit/s im Internet zu surfen – in manchen Gemeinden wurde sogar schon die Schallgeschwindigkeit durchbrochen. Doch gibt es auch noch weiße Flecken im Breitbandatlas – Orte, in denen es zwar Internet gibt, allerdings nur sehr langsames.

Das liegt in erster Linie an der Ausbaustrategie der Internetanbieter: Die investieren überall dort in ihre Netze, wo es wirtschaftlich erscheint. Also etwa in Großstädten und Gemeinden mit vielen Anschlüssen auf kleiner Fläche. Im Rest der Republik haben Städte und Gemeinden die Möglichkeit, sich über staatliche Förderprogramme einen Zuschuss für den Breitbandausbau zu sichern. Allerdings vergeht hier häufig viel Zeit, bis der richtige Ausbaupartner gefunden ist und dieser dann auch tatsächlich Kabel verlegt.
 

Große Unterschiede in der Nachbarschaft

Manchmal passiert es auch, dass zu Hause nur DSL mit 50 MBit/s verfügbar ist, während der Nachbar im Nebengebäude mit 100 oder sogar 400 MBit/s durch Netz düsen kann. In so einem Fall könnte es sein, dass genau zwischen den Häusern die Grenze zu einem anderen Anschlussgebiet verläuft – oder dass besagter Nachbar einen Kabelanschluss besitzt, das eigene Haus hingegen nicht.

 
Für VDSL-Vectoring müssen Glasfaserkabel am Verteilerkasten anliegen.
 
Die maximal mögliche Geschwindigkeit hängt also von der Ausbausituation ab. Ist der Verteilerkasten, das sind die grauen Telekom-Kästen auf der Straße, bereits ans Glasfasernetz angeschlossen und mit Vectoring-Technik ausgestattet, könnt ihr über die Telefonleitung mit bis zu 100 MBit/s schnell im Internet surfen – die Leitung hält selbst dann stand, wenn darüber zehn HD-Streams gleichzeitig laufen.

Übers Kabelnetz ist sogar noch mehr drin: In sehr großen Teilen der Netze von Vodafone Kabel Deutschland, Unitymedia und der Tele Columbus Gruppe können Kunden bereits mit bis zu 200 MBit/s im Netz surfen, an vielen Orten sogar schon mit bis zu 400 MBit/s.

Sowohl übers Kabelnetz als auch übers Telefonnetz können Kunden auch in Zukunft mit weiteren Geschwindigkeitsschüben rechnen.

Wie schnell ihr bei euch zu Hause aktuell maximal im Internet surfen könnt, findet ihr über das Top-Speed-Tool von CHECK24 ganz schnell heraus: Einfach Adresse eingeben und schon werden die schnellsten bei euch verfügbaren Tarife angezeigt.
 

Schnell surfen trotz weißer Flecken 

Das Problem der weißen Flecken aber bleibt aktuell bestehen. Wer einen lahmen Internetanschluss hat, kann auf Alternativen ausweichen oder seinen Anschluss beschleunigen. Da wäre zum einen beispielsweise die Möglichkeit, den DSL-Anschluss der Telekom mit LTE-Bandbreite aufzumotzen: Der Hybrid-Router des Anbieters ergänzt die zur Verfügung stehende DSL-Bandbreite mit der aus dem LTE-Funknetz und macht den Anschluss damit schneller.

Alternativ können geplagte Internetnutzer auch komplett auf einen LTE-Tarif ausweichen – die sind in vielen Fällen allerdings teurer als DSL und mit einem Highspeed-Volumen ausgestattet. Ist das verbraucht, wird’s bis zum Monatsende wieder langsam.

Wirklich überall verfügbar ist Internet über Satellit: Das erreicht bis zu 30 MBit/s – einzige Voraussetzung ist, dass die zu installierende Sat-Schüssel des Anbieters freie Sicht auf den Internet-Satelliten hat. Günstige und schnelle Tarife findet ihr im Vergleich von CHECK24.
 

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