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Mit Voice-over-IP weltweit beim Telefonieren sparen

27.02.2015 - 18:00

Rufnummer aus dem Internet statt Festnetz über den Internet-Provider: CHECK24 erklärt, wie sich mit VoIP vor allem bei Telefonaten ins Ausland Geld sparen lässt.

IP-Telefonie ist nicht erst seit der Umstellung der letzten verbleibenden Analog-Anschlüsse durch die Telekom ein Thema. Jeder deutsche Internet-Anbieter setzt für den Telefon-Anschluss vorrangig auf die IP-Technik. Gespräche werden dabei übers Internet geführt, statt analog über die Kupferleitung. Für den Provider ist die IP-Technik günstiger als die analoge Festnetz-Technik. Verbraucher können mit Voice-over-IP (VoIP) aber ebenfalls Geld sparen – beim Telefonieren ins Ausland sogar sehr viel!

Was sind Internet-Rufnummern?

Internet-Rufnummern sind weltweit und unabhängig vom Endgerät nutzbar.
Internet-Rufnummern sind, anders als normale Telefonnummern, nicht an einen Anschluss gebunden, können also von jedem beliebigen Endgerät weltweit aus genutzt werden – einzige Voraussetzung ist ein Internetzugang.

Anbieter und Zugangsart spielen keine Rolle. In der Praxis sind VoIP-Telefonate aber übers Handy-Netz nicht immer möglich, da ein paar Provider diese Funktion sperren.

Grundsätzlich würde für die IP-Telefonie eine sogenannte SIP-Adresse (eine Art E-Mail-Adresse) ausreichen, dann wäre die Erreichbarkeit übers Festnetz allerdings nicht gegeben – alle Gesprächspartner bräuchten dann ebenfalls eine SIP-Adresse und entsprechende Endgeräte.

Ein prominentes Beispiel dafür ist der Instant Messenger Skype: Hier ist es zwar möglich, von Skype zu Skype und gegen eine geringe Gebühr auch ins Festnetz zu telefonieren, von einem Festnetztelefon aus den Skype-Account anzurufen, klappt allerdings nicht.

Um dies möglich zu machen, vergibt Skype Festnetznummern, die dann mit dem Skype-Account verknüpft werden. Auch bei der IP-Telefonie gibt es einige Anbieter, die deutsche Festnetz-Rufnummern mit allen verfügbaren Ortsvorwahlen, Sonderrufnummern sowie Telefonnummern aus aller Herren Länder im Programm haben.

Diese nutzen das SIP-Netzprotokoll, das den Aufbau und die Steuerung eines Telefonats regelt, sind aber immer auch über das Fest- und Mobilfunknetz erreichbar.

Spar-Potential 1: Internet-Rufnummer als Festnetz-Anschluss nutzen

Wer sich bei einem der VoIP-Anbieter eine IP-Festnetznummer bestellt, kann diese auch zu Hause mit dem normalen Telefon nutzen. Voraussetzung ist allerdings, dass der verwendete Router die entsprechenden Telefonie-Einstellungen zulässt.

Beim AVM-Router Fritzbox lassen sich die Internet-Rufnummern über den Menüpunkt „Telefonie“ ganz einfach eintragen – zusätzlich zur sowieso schon vorhandenen Festnetznummer oder auch als Festnetz-Ersatz. Letzteres lohnt sich vor allem für preisbewusste Wenig-Telefonierer: Wer nämlich einen Internet-Tarif ohne Festnetz-Anschluss und -Flat bestellt, spart in der Regel fünf Euro oder mehr gegenüber dem gleichen Tarif mit Telefonie-Optionen – die Internet-Rufnummer selbst ist bei vielen Anbietern kostenfrei. Die Erreichbarkeit über das Festnetz ist gegeben und ausgehende Telefonate sind vergleichsweise günstig. Die Minutenpreise ins deutsche Fest- und Mobilfunknetz betragen in vielen Fällen weniger als einen Cent pro Minute. Auch das Telefonieren ins Ausland ist günstig – vergleichen lohnt sich!

Wer sich eine Internet-Rufnummer als Ersatz für den Festnetz-Anschluss bestellen will, sollte sich vorher informieren, welche Internet-Tarife es ohne Telefon-Anschluss gibt. Über den Anbieter-Vergleich von CHECK24 finden Verbraucher schnell heraus, welcher Provider der günstigste am Wohnort ist.

Anbieter-Vergleich: Eine Rufnummer aus dem deutschen Festnetz, keine Gesprächsflatrate

SipgateNexxtmobileSipload
Einrichtungsgebührkostenlos9,95 €kostenlos
Monatliche Grundgebührkostenloskostenloskostenlos
Gespräche ins deutsche Festnetz1,79 Ct / Minute0,9 Ct / Minute1,38 Ct / Minute
Gespräche ins deutsche Mobilfunknetz14,9 Ct / Minute3,5 Ct / Minute13,8 Ct / Minute

Spar-Potential 2: Auslands-Nummer für Auslands-Telefonate

In Deutschland ist die Vergabe von Festnetznummern reguliert: Wer eine Nummer mit Ortsvorwahl haben möchte, muss seinen Wohnsitz im entsprechenden Ort haben. Eine Ausnahme gibt’s nur bei der ortsunabhängigen Vorwahl 032 und diversen Sondernummern.

In vielen anderen Ländern gibt es so eine Regel nicht. In den USA können sich etwa auch Nicht-New-Yorker eine Telefonnummer mit Vorwahl aus New York besorgen – die Nummer können sich sogar Verbraucher aus Deutschland bestellen. Daraus ergibt sich ein großes Spar-Potential: Wer nämlich beispielsweise Verwandte in den USA hat, kann sich von einem US-Anbieter eine (ebenfalls oft kostenlose oder sehr günstige) US-Nummer besorgen und günstig innerhalb der Vereinigten Staaten telefonieren. Auch für die Verwandtschaft hat das Vorteile, da die gekaufte Nummer vom Festnetz aus zum Inlandstarif zu erreichen ist. Das Konzept lässt sich auch auf viele weitere Länder übertragen.

Flexible Laufzeiten

Die meisten Anbieter von Internet-Rufnummern haben keine langen Vertragslaufzeiten. Entsprechend flexibel können die Nummern bestellt und wieder abbestellt werden, etwa wenn der Sohnemann für einen Monat ins Ausland geht.

(twi)

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