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Virtual Reality: Die neue Welt 2.0 wartet

08.04.2016 - 11:51

1492 musste Christoph Kolumbus tausende Seemeilen zurücklegen, um eine neue Welt zu entdecken. 2016 genügt dazu eine Brille, die entfernt an eine zu große Skibrille erinnert. Diese Virtual-Reality-Brille (VR-Brille) entführt User in Sekunden aber nicht nur in eine neue Welt, sondern in unendlich viele.

Virtual Reality ist heute realer als je zuvor. Während Zuschauer von Filmen wie „Tron“ oder der „Matrix“-Reihe diese Art der Realität nur passiv betrachten konnten, können User mit VR-Brillen sie nun aktiv erleben. Sie tauchen in völlig neue, der echten Welt nachempfundene oder Phantasie-Welten ein. Daher wird Virtual Reality in der Tech-Branche auch eher von Spieleentwicklern als von Internetunternehmen forciert. Denn Virtual Reality geht weit über die Visualisierung dessen, was wir beim Surfen im Internet finden, hinaus.

Das Erlebnis schaffen VR-Brillen, indem sie Kopfbewegungen der User registrieren und sie in den Film oder das Spiel, das auf dem Bildschirm der Brille gezeigt wird, übertragen. Noch realer wird das Erlebnis aber erst, wenn nicht nur unserem Gehirn durch Bilder virtuelle Realität vorgegaukelt wird, sondern auch unser Innenohr und der dort verankerte Gleichgewichtssinn dorthin entführt werden. Dafür sorgen VR-Kopfhörer, die zum einen ein Raumklangerlebnis erzeugen und zum anderen mittels schwacher elektrischer Impulse dafür sorgen, dass User das passende Gefühl zum Gesehenen empfinden – beispielsweise bei einem per VR-Brille simulierten Hubschrauberflug.

Augmented Reality – die alte Welt neu entdecken

Wer glaubt, dass mit Virtual Reality der Höhepunkt erreicht ist, der irrt. Denn Tüftler und Entwickler sind längst einen Schritt weiter. Wem die Reize, in andere Welten abzutauchen und in ihnen zu agieren, nicht mehr genügen, auf den wartet bereits die Augmented Reality. Hier bewegen sich User zwar grundsätzlich in der echten Realität – sie wird allerdings durch computergestütztes Wissen erweitert. Du spazierst durch eine Stadt, schaust dir Sehenswürdigkeiten und Attraktionen an – und dank deiner Augmented-Reality-Brille erfährst du im gleichen Moment alle wichtigen Fakten dazu.

Suchmaschinenriese Google hat zwar mit der Entwicklung von Google Glass die Pionierrolle eingenommen. Allerdings ist das Projekt inzwischen bis auf weiteres verschoben und die Entwicklung von Augemented-Reality-Brillen zwischenzeitlich ins Stocken geraten. Einen neuen Vorstoß unternimmt nun Microsoft mit der HoloLens, die der Softwaregigant auf seiner hauseigenen Entwicklerkonferenz Build Ende März präsentiert hat.

Durch die HoloLens sehen Nutzer ebenfalls die reale Umgebung, auf Wunsch aber durch virtuelle Objekte ergänzt. Du kannst zum Beispiel einen Bildschirm an die Wand hängen und darüber fernsehen, darauf deinen Desktop anzeigen lassen oder ein Skype-Fenster vor deinen Augen fixieren. Auch Einrichtungsgegenstände oder Modelle kannst du auf dem Boden oder auf realen Gegenständen platzieren. Architekten können zum Beispiel eine Miniaturversion eines Gebäudes auf dem Tisch erstellen und von allen Seiten ansehen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt – das findet auch der Vodafone-Blog: Die Brille bietet „Möglichkeiten, die vor wenigen Jahren noch als futuristisches Konzept abgetan worden wären.“

Mit Mark Zuckerberg haben solche Brillen einen starken Fürsprecher. Vor allem die bereits mehrfach angekündigte Virtual-Reality-Brille Oculus Rift hat es ihm angetan. „Oculus hat die Gelegenheit, die sozialste Plattform aller Zeiten zu werden und die Art und Weise zu verändern, wie wir arbeiten, spielen und kommunizieren.“, so der Facebook-Gründer laut des Vodafone-Blogs. Wenig verwunderlich also, dass er die Herstellerfirma Oculus VR im März 2014 für satte zwei Milliarden Dollar geschluckt hat.
 

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