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Mit einem Klick im Knast: Streamen jetzt deutlich mehr illegal als legal

09.06.2017 - 12:13

Der Europäische Gerichtshof hat Ende April festgelegt, dass jeder, der einen Stream abseits eines ausgewiesenen Portals anschaut, eine Urheberrechtsverletzung begeht. Wer also Links von zwielichtigen Streaming-Plattformen nutzt, bewegt sich auf der dunklen Seite des Gesetzes.

Bislang konnten sich User darauf berufen, das Streitobjekt – also einen Film, eine Serie oder ein Musikstück – nicht zu besitzen, sondern nur konsumiert zu haben. Diesem letzten, eh schon sehr kleinen Rettungsring ist nun endgültig die Luft ausgegangen.

Der EuGH ist laut diverser Medienberichte der Meinung, dass User sich ebenfalls strafbar machen, wenn sie eine offensichtlich illegale Plattform nutzen.

Wann ist eine Plattform illegal?

Wer abends kostenlos online einen Film anschaut, der gleichzeitig für lange Schlangen an den Kinokassen sorgt, kann sich denken: Das ist von den Filmemacher so nicht gewollt. Denn dann hat der Anbieter der Seite, auf der der Film zu finden ist, sich ebendiesen irgendwo ohne Erlaubnis der Urheber beschafft und stellt ihn anderen zur Verfügung – damit handelt er illegal und ihr als User auch.

Streamen oder nicht streamen, das ist jetzt die Frage

Natürlich könnt ihr weiterhin streamen – es gibt nämlich unzählige Möglichkeiten, sich aktuelle Blockbuster ganz legal auf den heimischen Bildschirm zu holen.

1 – Amazon Video

Kino-Blockbuster gibt’s häufig bereits knapp ein halbes Jahr, nachdem sie im Kino liefen, zum Kaufen oder Leihen. Als zahlender Prime-Kunde von Amazon kommt ihr sogar in den kostenfreien Genuss vieler Filme oder Serien. Zudem machen immer mehr selbstproduzierte Serien mit dem Label Amazon Originals von sich reden.

2 – Netflix

Hier gibt’s eine echte Flat auf Filme und Serien. Ab 7,99 Euro im Monat ist hier alles an Filmen, Serien und Dokus mit drin, was Netflix zu bieten hat. Der US-Streamingdienst wartet wie Amazon Video mit zahlreichen Eigenproduktionen auf, die in Nichts denen großer Hollywood-Produzenten nachstehen.

3 – Maxdome

Maxdome ist der deutsche Player im großen Streamingzirkus. Als Ableger von ProSiebenSat.1 findet ihr hier vieles, was bereits bei einem TV-Sender dieser Gruppe über die Mattscheibe geflimmert ist. Wie auch Netflix bietet Maxdome eine Flat ab 7,99 Euro im Monat, zusätzlich könnt ihr aber auch wie beim Amazon Prime zahlreiche Filme oder Serien kaufen oder leihen.

Diese Liste lässt sich noch eine ganze Weile fortsetzen. Ihr könnt euch in unserem Vergleich für Streaming-Anbieter einen nahezu kompletten Überblick über die Anbieter, ihr Angebot sowie die Kosten verschaffen.

Wieso bezahlen, wenn’s auch gratis geht?

Ihr macht euch nicht strafbar: User illegaler Streams ausfindig zu machen ist zwar aufwändig, aber, wie vergangene Abmahnwellen zeigen, nicht unmöglich. Und dann kann‘s außerdem richtig teuer werden.

Fair Play: Filme und Serien kosten die Macher eine Menge Geld. Klar, kein A-Klasse-Schauspieler, der über Millionengagen verfügt, ist auf eure 7,99 € angewiesen. Aber an einer Film- und Serienproduktion arbeiten hunderte Menschen mit, die damit ihre Brötchen verdienen. Und mal ehrlich: Ihr wollt doch auch für eure Arbeit bezahlt werden, oder?

Der Offline-Modus: Sowohl Amazon Prime als auch Netflix und Maxdome bieten euch einen Offline-Modus. Will sagen: Ihr könnt euch Filme und Serienfolgen aufs Handy, Laptop oder Tablet laden und auch ohne Internetverbindung anschauen.

Ihr seid überzeugt, aber euch fehlt die schnelle Internetverbindung? Kein Problem - auch damit helfen wir euch weiter! Kleiner Tipp: Für völlig legalen Streaming-Spaß und unendliches Binge-Watching sollte eure Leitung mindestens 50 MBit/s liefern.

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