0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

DSL, Kabel, LTE, Glasfaser: Wer liefert die beste Upload-Rate?

25.02.2015 - 10:00

Wer Cloud-Anwendungen nutzt oder oft große Datenmengen ins Internet schaufelt, für den ist die Upload-Rate eines Internet-Tarifs mindestens genauso wichtig wie der Download-Speed. Doch welcher Weg ins Internet verspricht den schnellsten Upload? CHECK24 macht den Vergleich und erklärt, warum Kabel-Anbieter in dieser Kategorie zurückfallen.

Die Upload-Rate von Kabel-Anschlüssen ist nicht optimal.
Wenn es nach der Download-Geschwindigkeit geht, ist die Sache oft schnell klar: Das TV-Kabel erhält bei entsprechender Verfügbarkeit den Vorzug gegenüber der Telefonleitung.

Der Grund ist einfach: Kabel-Internet ist in vielen Fällen schneller als die DSL-Konkurrenz – die Kabel-Anbieter schließen ihre Internetleitung mit bis zu 300 Megabit pro Sekunde (MBit/s) an, Tele Columbus bietet in Teilen seines Verbreitungsgebietes ab April sogar Download-Geschwindigkeiten von bis zu 400 MBit/s an. Über die Telefonleitung kommt man da in ausgebauten Gebieten auf gerade mal 100 MBit/s.

Anders sieht die Lage beim Thema Upload aus: Übers Kabel sind derzeit höchstens 12 MBit/s buchbar – die Telekom und andere DSL-Anbieter kommen über die Telefonleitung dagegen auf bis zu 40 MBit/s. Gebündelt mit LTE liefern die Hybrid-Tarife der Telekom sogar einen Upstream mit bis zu 80 MBit/s.

Wer viele Daten versendet, etwa einen Cloud-Speicher nutzt oder Videos zu Youtube hochlädt, der weiß hohe Upload-Raten zu schätzen.

Aber warum ist die Upload-Rate über die alten Telefonleitungen größer, als über die Kabel-TV-Strippen? Und welche Alternativen gibt es außerdem für schnellen Upload?

Warum ist das TV-Kabel beim Upload langsamer?

Schuld an der vergleichsweise geringen Upload-Geschwindigkeit beim Kabel-Internet ist der derzeit genutzte DOCSIS-3.0-Stadard für die Datenübertragung. Dem Downstream ist dabei ein größerer Frequenzbereich zugeordnet als dem Upstream. Gegenüber der Fachzeitschrift Digital Fernsehen sagte die Unitymedia-KabelBW-Sprecherin Eva-Maria Ritter, dass mit der derzeit eingesetzten Technik Upload-Raten von bis zu 20 MBit/s möglich seien.

Abhilfe könnte in Zukunft der neue DOCSIS-3.1-Standard schaffen, denn der soll entsprechend an die neuen Ansprüche der Verbraucher angepasst werden. Bis der allerdings festgelegt wird, dürfte noch etwas Zeit vergehen. Für die kommenden Jahre hält es Ritter für durchaus vorstellbar, die Upload-Geschwindigkeit bei Kabel-Internet auf 20, 30 oder sogar 40 MBit/s zu erhöhen.

Wie schnell ist der Upload mit Glasfaser und LTE?

Die Upload-Geschwindigkeit beim Funk-Internet über LTE beträgt bis zu 100 MBit/s – verfügbar ist diese Geschwindigkeit aber nur ortsweise. Vorsicht: Beim Surfen über LTE wird nicht nur jedes heruntergeladene Megabyte vom Inklusivvolumen abgezogen, sondern auch jedes versendete. Nur bei den Magenta-Hybrid-Tarifen der Telekom wird LTE nicht gedrosselt.

Über Glasfaser-Anschlüsse bietet die Telekom derzeit eine Upload-Rate von bis zu 100 MBit/s an. Der Glasfaser-Anschluss ist damit aktueller Spitzenreiter beim Upstream. Das Potential ist aber, genau wie beim Downstream, sehr viel größer.

Welcher Anbieter ist der beste für mich?

Ein Glasfaseranschluss ist in Sachen Surf- und Upload-Speed ideal. Weil der aber bei weitem nicht überall verfügbar ist, müssen Sie wahrscheinlich abwägen: Wenn Sie Wert auf eine möglichst hohe Download-Geschwindigkeit legen, die Upload-Rate bei der Wahl des Internet-Anbieters aber auch eine Rolle spielt, sollten Sie in Betracht ziehen, einen DSL-Anbieter zu wählen. Der bietet Ihnen zwar nicht die Spitzen-Download-Werte eines Kabel-Anschlusses, dafür aber einen guten Mix aus Up- und Downstream. Wenn Sie nicht regelmäßig große Dateien ins Internet laden, ist Kabel-Internet für Sie wahrscheinlich die richtige Wahl, denn das bringt Ihnen maximalen Surfspeed.

Vor der Anbieter-Wahl sollten Sie alle Provider und Tarife vergleichen. Damit lässt sich nicht nur der schnellste, sondern auch der günstigste Tarif ausfindig machen. Auch ein Speedcheck bietet sich an: So können Sie feststellen, welche Down- und Upload-Rate Ihr Anschluss liefert.

(twi)

Weitere Artikel: