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Umzug: Bis zu 200 Euro zusätzliche Kosten durch bestehenden DSL-Vertrag

09.03.2010 - 18:25

Bis zu 200 Euro finanzielle Mehrbelastung sowie eine faktische Vertragsverlängerung um 24 Monate drohen DSL-Kunden, die während der Mindestlaufzeit ihres DSL-Vertrags umziehen.

Dies zeigt eine Analyse von CHECK24.de zu den Vertragskonditionen der größten DSL-Anbieter im Falle eines Umzugs. Überprüft wurden Kosten und Ablauf bei 1&1, Alice, congstar, Kabel BW, Kabel Deutschland, o2, Telekom, Unitymedia, Versatel und Vodafone.

DSL-Anschluss kann bei Umzug nicht zwingend gekündigt werden

Ein DSL-Anschluss kann innerhalb der Mindestlaufzeit auch bei einem Umzug nicht gekündigt werden. Die meisten Anbieter erlauben aber eine Sonderkündigung, wenn sie den neuen Wohnort nicht versorgen. Dies ist ein freiwilliges Zugeständnis der Konzerne, denn rechtlich sind DSL-Verträge örtlich gebunden und müssten auch nach einem Umzug am alten Ort weiter bezahlt werden.

Bei einigen Anbietern (z.B. Vodafone, Telekom und Kabel BW) bedeutet ein Umzug sogar, dass sich der Vertrag faktisch verlängert, denn der Kunde muss einen neuen Kontrakt über 24 Monate abschließen, damit der alte gekündigt wird.

Bis zu 200 Euro Zusatzkosten durch Servicepauschalen und andere Tarifkonditionen

Ein Umzug während der Mindestlaufzeit kostet Verbraucher bis zu 200 Euro. Die zusätzlich anfallenden Kosten setzen sich je nach Anbieter unterschiedlich zusammen: Neben sogenannten Umzugspauschalen (zwischen 20 und 60 Euro) führt der Verlust von Sonderkonditionen wie z.B. Aktions-Monatsgebühren oder Freimonaten zu hohen Kosten. Auch Regionalaufschläge am neuen Standort machen den DSL-Vertrag teurer.

Die Umzugskonditionen sind von Provider zu Provider unterschiedlich. Der einzige Provider, der seinen Kunden bei einem Umzug weder finanzielle noch zeitliche Nachteile zumutet, ist Unitymedia. Sofern der DSL Anbieter den neuen Wohnort versorgt, läuft der Vertrag regulär weiter. Wenn nicht, kann der Vertrag gekündigt werden.

Tarife ohne Laufzeit erhöhen Flexibilität

1&1, Alice, congstar und o2 bieten Verträge ohne Laufzeit an. Wer einen Umzug plant, sollte diese Tarifart in Betracht ziehen, denn sie garantiert mehr Flexibilität.

Tarife ohne Laufzeit lohnen sich jedoch nicht immer: Zwar sind die monatlichen Kosten bei den Tarifarten in der Regel gleich, die Aktivierungs- bzw. Hardwarekosten liegen aber bei laufzeitlosen Verträgen mancher Anbieter höher als die Kosten für den Umzug.

Darüber hinaus entfallen bei Verträgen ohne Laufzeit mögliche Freimonate der Laufzeitverträge. Nur bei 1&1 ist die Tarifvariante ohne Laufzeit im Falle eines Umzugs während der Mindestlaufzeit auch tatsächlich die günstigere.

Hinweis: Eine Tabelle, die die Konditionen der größten DSL-Anbieter im Falle eines Umzugs zeigt, steht unter http://www.check24.de/studien/ zum Download bereit.

(eko)

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