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DSL-Geschwindigkeit mit LTE verdoppeln: Telekom bietet Hybrid-Tarif an

13.02.2015 - 12:00

Wer eine DSL-Leitung hat, kann seinen Anschluss wahrscheinlich ab März bundesweit mit LTE aufmotzen: Für Kunden springt dabei mindestens die doppelte DSL-Geschwindigkeit heraus. CHECK24 erklärt, wie die Hybrid-Technologie funktioniert, was sie kostet und für wen sie sich lohnt.

Der Speedport-Router führt LTE und DSL zusammen. (Bild: Telekom)
Bereits Ende November 2014 hat die Telekom einen Hybrid-Testlauf gestartet: In ausgewählten Bundesländern können Kunden seither ihren DSL-Anschluss mit dem LTE-Funknetz der Telekom kombinieren. Im Idealfall lässt sich mit den sogenannten Hybrid-Tarifen die DSL-Geschwindigkeit mindestens verdoppeln. Ein großer Vorteil gegenüber mobilem LTE ist dabei, dass der LTE-Part bei den Hybrid-Anschlüssen nicht nach Verbauch eines Highspeed-Volumens gedrosselt wird. Damit steht auch größeren Downloads mit hoher Surf-Geschwindigkeit nichts im Weg.

Bei der Pressestelle heißt es, dass der Hybrid-Anschluss „im Frühjahr“ bundesweit angeboten werden soll und dass es zum Mobile World Congress (MWC), der vom 2. bis zum 5. März in Barcelona stattfindet, Informationen dazu geben wird.

Bei der Hotline kreist die Telekom den Starttermin bereits ein: Dort heißt es auf Nachfrage, dass DSL-LTE-Hybrid „ab März“ flächendeckend in Deutschland verfügbar sein soll.

So funktioniert DSL-LTE-Hybrid

Der spezielle Hybrid-Router der Telekom ist essentiell für die Technik. Er bündelt DSL-Leitung und LTE-Zugang, hängt also einerseits am Telefonnetz, um die stabile DSL-Verbindung nutzen zu können, enthält aber andererseits auch eine SIM-Karte, mit Hilfe derer er auf das schnelle LTE-Funknetz zugreifen kann. Der Hybrid-Router nutzt in erster Linie das DSL-Netz und schaltet LTE nur nach Bedarf zu. Wenn also ein Film gestreamt wird und gleichzeitig eine weitere datenintensive Internetanwendung läuft, wirft der Speedport den LTE-Zugang an und schaltet die zusätzlich benötigte Bandbreite frei. Das Ganze regelt der Router automatisch, ohne dass der Nutzer etwas einstellen muss.

Doppelte DSL-Geschwindigkeit

Die Telekom bietet alle Magenta-Zuhause-Tarife als Hybrid-Version an. Mit Magenta Zuhause S surfen Sie beispielsweise mit bis zu 16 Mbit/s über die Telefonleitung und erhalten bis zu 16 Mbit/s über LTE obendrauf. Die M-Variante bietet bis zu 50 Mbit/s über den DSL-Anschluss und noch mal genauso viel übers Funknetz. Und die L-Version beinhaltet eine DSL-Leitung mit bis zu 100 Mbit/s, ergänzt mit einer ebenso breiten Funk-Verbindung – in der Theorie lassen sich so aus der Kombination DSL und Hybrid bis zu 200 Mbit/s herausholen.

Auch die erreichbare Upload-Rate verdoppelt sich mit Hilfe von LTE: Bis zu 4,8 Mbit/s gibt’s bei Magenta Zuhause S Hybrid, 20 Mbit/s beim M-Tarif und mit einer Geschwindigkeit von bis zu 80 Mbit/s können Sie Dateien mit dem Tarif Magenta Zuhause L Hybrid hochladen.

Besonders interessant: Die Zuhause-Tarife lassen sich mit unterschiedlichen LTE-Geschwindigkeiten kombinieren. Wer nur eine 16 Mbit/s-Leitung zu Hause hat, aber gerne mehr als den doppelten Speed nutzen würde, kann auch LTE mit bis zu 100 Mbit/s hinzubuchen und würde so auf eine Download-Rate von bis zu 116 Mbit/s kommen.

Gedrosselt wird LTE bei den Hybrid-Tarifen der Telekom nicht, ganz im Gegensatz zu allen Mobilfunktarifen mit Anschluss ans LTE-Netz.

Kaum Geschwindigkeits-Boost bei Überlastung

Da die verfügbare Gesamtbandbreite in LTE-Zellen auf den Funktürmen begrenzt ist, kann es bei entsprechender Auslastung passieren, dass vom LTE-Boost nicht mehr viel übrig bleibt. Nutzen beispielsweise viele Kunden gleichzeitig LTE, sei es nun mit dem Smartphone oder dem Hybrid-Tarif, so reduziert sich die Zusatz-Geschwindigkeit entsprechend.

(twi)

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