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Smart Home: Das Zuhause ohne großen Aufwand automatisieren

29.12.2015 - 10:00

Licht, Kaffeemaschine, Heizung – wer sein Zuhause smart machen will, muss dafür keine einzige Wand aufreißen. Wir zeigen, wie’s geht!
 

Die Steckdose Fritz Dect 200 von AVM misst den Stromverbrauch und lässt sich Schalten.
Neue Häuser werden häufig direkt mit Steuereinheiten für Geräteautomation ausgestattet – doch auch ohne smarte Leitungen können Häuser und Wohnungen smart sein. Ein Internetanschluss und die passende Steuerungstechnik – viel ist fürs E-Living gar nicht notwendig.

Für ein System entscheiden

Jedes Smart Home benötigt eine zentrale Steuereinheit, die den integrierten Geräten sagt, was zu tun ist und Befehle vom Nutzer annimmt, welche er über den Computer oder das Smartphone abgibt. Das kann zum Beispiel ein Router sein: Fritzbox-Hersteller AVM stattet beispielsweise einige seiner Geräte mit Smart-Home-Funktionen aus, andere liefern ein kleines Basisgerät, das mit dem Netzwerk kommuniziert.

Bevor ihr in die Welt des E-Livings einsteigt, solltet ihr euch einen Marktüberblick verschaffen. Es gibt nämlich eine Reihe smarter Systeme, die nicht untereinander kompatibel sind. Wer sich also für ein System oder Hersteller entscheidet, ist auch auf die Geräte angewiesen, die damit kompatibel sind.

Klima

Jeder hat das schon mal erlebt: Da steht man morgens auf, watschelt schlaftrunken ins Bad und stellt fest, dass es bitterkalt ist. Auch abends braucht die Heizung eine gewisse Zeit, bis sie die Wohnung oder das Haus auf Wohlfühltemperatur gebracht hat.

Schon seit einigen Jahren schaffen da programmierbare Thermostate Abhilfe, die einfach durch die alten Analog-Temperaturregler ausgetauscht werden. Inzwischen gibt es auch Geräte, die ins Smart-Home integriert sind. Im Netzwerk kommunizieren die Regler miteinander, sprechen sich ab. Wir geben übers Handy Bescheid, wann wir nach Hause kommen und unser Smart Home gibt die Meldung an die Thermostate weiter. Die sorgen dann dafür, dass das Wohnzimmer bereits wohlig warm ist, wenn wir daheim ankommen. Und das Schlafzimmer, wenn wir abends ins Bett gehen. Im Urlaub stellen wir das System so ein, dass die Wohnungstemperatur nicht unter einen gewissen Mindestwert fällt, was zum Beispiel Schimmelbefall vorbeugen kann.

Der smarte Heizungsregler ist praktisch. Und Leute, die zuhause generell viel heizen müssen, um die Bude warm zu halten, können damit sogar die Heizkosten eindämmen.

Licht

Tricky wird’s beim Thema Licht: Wer Leuchten steuern will, die über einen Netzstecker mit Strom versorgt werden, kann zum Beispiel eine sogenannte „intelligente Steckdose“ zwischenschalten. Die wird in der Basis dann etwa „Wohnzimmerlicht“ genannt und kann fortan die Lampe an und ausschalten. Selbiges funktioniert auch, wenn ihr mehrere Lichtquellen in einem Zimmer mit der smarten Steckdose verbindet.

Für Deckenleuchten, die ihr mit Wandlichtschaltern steuert, benötigt ihr eine etwas ungewöhnliche Lösung – zumindest, wenn ihr den Schalter nicht abmontieren und entsprechende Steuerungen in den Lichtschalter einbauen wollt: Mit dem Microbot Push hat die südkoreanische Firma Naran einen Drückerroboter entwickelt. Der drückt sich nicht vor Arbeit, sondern drückt Knöpfe – immer, wenn man es ihm sagt. Klebt ihr den Microbot Push etwa an einen Lichtschalter, wird dieser fortan digital geschaltet.

Kaffeemaschine

Mit der intelligenten Steckdose und dem Schalterroboter könnt ihr auch eure Kaffeemaschine automatisieren: Morgens eine Kanne frischer Kaffee gefällig? Die Kaffeemaschine am Abend vorher mit Pulver und Wasser ausstatten, Kanne drunter und die Steckdose für den nächsten Morgen aktivieren. Vollautomaten benötigen, wenn sie nicht sowieso schon smarte Funktionen haben, noch zusätzlich den Drückerrobo zur Hilfe: Strom an, Start drücken, und schon brüht der Kaffeeautomat den duftenden Energiespender und lässt ihn direkt in die Tasse laufen/rieseln. Die müsst ihr allerdings selbst am Abend zuvor an der richtigen Stelle platzieren.

Mit Hilfe der vorgestellten Tools lassen sich noch weitere Dinge automatisieren, etwa Hifi-Anlagen, Kühlschränke und der Türöffner. Man muss nur etwas kreativ sein, um sich das Leben zuhause ein bisschen smarter zu machen.

(twi)

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