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Internet via WLAN: So sichern Sie Ihr Netzwerk zuhause

27.04.2012 - 09:20

Zig tausend Telekom-Kunden haben gestern die Nachricht vernommen: Wer mit einen Speedport W921V, W 504V oder W 723V (Typ B) via WLAN im Internet surft, unterhält eine unsichere Verbindung. Diese WLAN-Router-Modelle weisen nämlich eine enorme Sicherheitslücke auf, durch die sich Fremde von außen in das WLAN des Anschlussinhabers einwählen und Schaden anrichten können. Bis die Sicherheitslücke durch ein Software-Update geschlossen werden kann, empfiehlt die Telekom: WLAN-Funktion abschalten.

Generell gilt aber bei allen Internetverbindungen, die über WLAN hergestellt werden: User sollten einen gewissen Standard an Sicherheitseinstellungen einhalten, um ihr WLAN gegen Zugriffe von Unbekannten zu schützen. Dann schützt man nicht nur seine privaten Daten, sondern verhindert womöglich noch viel größeren Schaden. Seit einem Urteil des Bundesgerichtshofes von Mai 2010 gilt nämlich: der Inhaber eines Internetanschluss haftet für alle illegale Aktivitäten, die über seinen Anschluss gelaufen sind.

WLAN-Schutz leicht gemacht – Tipps und Tricks für Laien

Bevor Sie Änderungen an Ihrem WLAN-Router vornehmen, sollten Sie sich vergewissern, wie Sie die Werkseinstellungen wieder herstellen können. Dies ist der einzige Weg, wie Sie Veränderungen am WLAN-Router rückgängig machen können, sollte beim Sichern Ihres Netzwerkes etwas schiefgehen.

WLAN-Router eines Herstellers werden ab Werk meist mit gleichen Benutzernamen und Passwörtern für die Grundkonfiguration ausgeliefert. Daher sollte jeder Nutzer nach Anschluss seines WLAN-Routers ein individuelles Konfigurationspasswort einstellen. Wie bei allen Passwörtern gilt auch hier grundsätzlich: Verwenden Sie keine simplen Begriffen wie Geburtstag, Haustiernamen oder ähnliches. Experten empfehlen meist ein mindestens acht Zeichen langes Passwort mit einer Mischung aus Groß- und Kleinbuchstaben, Zahlen und – wenn zulässig – Sonderzeichen. Kürzere Passwörter lassen sich durch eine so genannte Bruteforce-Attacke durch willkürliches Ausprobieren von Zeichenkombinationen sehr leicht knacken.

Darüber hinaus können Sie auch durch eine so genannte MAC-Liste festlegen, welche Rechner Zugriff auf Ihr WLAN-Netzwerk erhalten. Die MAC-Adresse ist eine individuelle, unveränderbare Identifikationsnummer einer Hardware, beispielsweise eines Laptops. Stellen Sie eine Liste der MAC-Adressen aller Geräte zusammen, die auf Ihr WLAN zugreifen dürfen und geben Sie diese im Menü des WLAN-Routers ein, so lässt der Router prinzipiell nur diese Geräte auf Ihr Netzwerk zugreifen.

Allerdings sollten Sie nicht nur Ihr WLAN schützen, sondern auch die Daten, die Sie darüber transportieren. Das geschieht am besten durch eine WPA2-Verschlüsselung. Diese Verschlüsselungstechnik ist wesentlich sicherer als veraltete Techniken wie WEP oder WPA. Überprüfen Sie im Handbuch des Routers, ob Ihr Gerät WPA2 unterstützt, wählen Sie einen mindestens 20 Zeichen langes Passwort und aktivieren Sie WPA2. Dann läuft ein Verschlüsselungsmechanismus, der nach jedem 10 KB großen Datenpaket die Codierung verändert. Bei Nutzung von WPA2 muss der gewählte 20 Zeichen lange Netzwerkschlüssel allerdings auf allen, im WLAN befindlichen Geräten eingetragen sein, damit diese weiterhin über das Netzwerk auf das Internet zugreifen können.

Sicher und günstig im Internet surfen – mit dem richtigen Tarif und der besten Hardware

Bereits bei der Bestellung eines neuen Internet Tarifs haben Sie meist die Wahl zwischen einem Modem zum kabelgebundenen Surfen im Internet oder einem WLAN-Router zum kabellosen Surfen. Für welche Variante Sie sich entscheiden, hängt allein von Ihren persönlichen Vorlieben ab. Dass Sie sicher im Internet unterwegs sind, können Sie durch die Anwendung der obigen Tipps & Tricks festlegen. Im DSL Tarifvergleich von CHECK24 finden Sie viele günstige Internet Tarife und die Angebote von über 180 DSL Anbietern mit unterschiedlicher Hardware.

(awa)

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