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Breitband mit bis zu 50 Megabit pro Sekunde - Wunsch oder Wirklichkeit?

25.08.2014 - 13:00

Derzeit schallt es auf allen Kanälen: Im Jahr 2018 sollen alle Bewohner dieses Landes auf schnelles Internet mit Bandbreiten von bis zu 50 Megabit (Mbit/s) zugreifen können. So hat es die Bundesregierung unter Federführung von Alexander Dobrindt (CSU), Siegmar Gabriel (SPD) und Thomas de Maizière (CDU) vergangenen Mittwoch in ihrer „Digitalen Agenda“ verkündet. Im gleichen Atemzug haben die drei Minister aber auch klargestellt, dass die „Digitale Agenda“ keineswegs dazu da ist, alle Fragen hin zu einer modernen, digitale Gesellschaft klären zu können.

Vielmehr sei sie ein „Hausaufgabenheft“, so Bundesinnenminister de Maizière und Dobrindt, seines Zeichens Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, ergänzte, dass es sich dabei um einen „Startpunkt“ handele. Auch Wirtschaftsminister Gabriel will sich nicht in die Pflicht genommen sehen und erklärt, dass die „Digitale Agenda“ zur Debatte einladen und sie weder ein Subventionsprogramm noch einen Maßnahmenkatalog darstellen soll. Aber immerhin, so der SPD-Politiker laut tagesspiegel.de, sei sie ein „Arbeitsprogramm für die Bundesregierung“.

Viel Arbeit für die Bundesregierung

Und Arbeit wartet auf die Bundesregierung tatsächlich. Vor allem, wenn sie – wie angekündigt – bis 2018 alle Haushalte in Deutschland mit schnellen Bandbreiten von bis 50 Mbit/s versorgen will. Die Telekom – als Nachfolgerin des einstigen Monopolisten Deutsche Post Eigentümerin des größten Kupferkabelnetzes in Deutschland – hat jüngst verkündet, bis 2016 rund 65 Prozent der Bevölkerung mit Highspeed-Internet versorgen zu wollen. Doch für alles, was darüber hinausgeht, ist die Bundesregierung gefragt und zwar, so Telekom-Deutschland-Chef Niek Jan van Damme in einem Interview mit dem Focus, in Form von finanziellen Subventionen in Höhe von ungefähr 25 Milliarden Euro. Ein Finanzierungskonzept fehlt der „Digitalen Agenda“ jedoch, kritisiert die Opposition.

Laut statista.de waren bis Ende 2013 schnelle Internetanschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s für 59,5 Prozent aller Haushalte hierzulande verfügbar. Ein Jahr zuvor waren es noch 4,7 Prozentpunkte weniger und demnach nur 54,8 Prozent, die sich einen derart schnellen Internetanschluss bestellen konnten. In Städten steht es um die Versorgung bereits deutlich besser als auf dem Land – und das wäre auch einer der wenigen Punkte, in dem die „Digitale Agenda“ konkret wird: Der Netzausbau soll zunächst auf dem Land fokussiert werden. Diese dünner besiedelten Regionen sind bei  Telekommunikationsunternehmen allerdings weniger beliebt. Denn: Wenig Bewohner bedeutet wenige Kunden und daher weniger Einnahmen bei relativ hohen Investitionskosten.

Highspeed oder Schneckentempo? Einfach online Verfügbarkeit prüfen!

Wo eine Bandbreite von bis zu 50 Mbit/s bereits Realität und wo noch Zukunftsmusik ist, können Verbraucher selbstständig mittels einer Verfügbarkeitsprüfung für DSL herausfinden. Eine solche Verfügbarkeitsprüfung testet zwar nicht, wie viele Megabit an einer Adresse realisiert werden können, zeigt aber, welcher Internetanbieter welche Tarife mit welcher Maximalgeschwindigkeit dort bereitstellt. So können Kunden sehen, ob beispielsweise die Telekom, Vodafone, 1&1 oder ein Kabelanbieter wie Kabel Deutschland, Kabel BW, Unitymedia oder Tele Columbus an ihrer Adresse Internetanschlüsse mit bis zu 50 Mbit/s anbieten.

(awa)

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