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Schnelle DSL-Anschlüsse: Alle fordern, und wer liefert?

11.08.2014 - 16:00

Im März wurde von Bundesminister Alexander Dobrindt (CSU) ein ehernes Ziel ausgegeben: Bis 2018 sollen alle Haushalte auf einen schnellen Internetanschluss mit mindestens 50.000 Kilobit pro Sekunde (kBit/s) zugreifen können. So steht es auch im Koalitionsvertrag. Im August hebt die Telekom in Person ihre Deutschland-Chefs Niek Jan van Damme mahnend den Finger und erklärt: Dafür muss mehr Geld her – und zwar vom Bund. Aus eigener Tasche könnten nur circa 65 Prozent aller Haushalte mit schnellem, leitungsgebundenem Internet versorgt werden.

Zudem müsse festgelegt werden, was flächendeckend bedeutet: 100 Prozent aller Haushalte? Oder nur 98 Prozent? Geht die Bundesregierung von 100 Prozent aus, sieht der Telekom-Manager keine Chance, das Ziel zu erreichen. 50.000 kBit/s in jedes kleinste Dorf zu bringen, würde sich nicht auszahlen. Pro Kilometer Ausbau würden zwischen 50.000 und 60.000 Euro fällig – Investitionen, die sich auf dem Land mit kleinem Kundenkreis niemals rentieren. Hier würde sich die seit Jahren propagierte Alternativtechnologie LTE anbieten – inzwischen könne die Telekom bereits LTE-Anschlüsse mit bis zu 150.000 kBit/s und bald auch mit bis zu 300.000 kBit/s anbieten.

DSL-Tarife mit bis zu 100.000 kBit/s: Gibt’s bereits von der Telekom, Vodafone und anderen

Verbraucher, die sich an der richtigen Stelle niedergelassen haben, können schon auf schnelles Internet zugreifen. Auch die Wahl des Anbieters steht ihnen womöglich frei. Denn prinzipiell bieten die Telekom, Vodafone, o2 und 1&1 bereits DSL-Tarife mit Downloadraten von bis zu 100.000 kBit/s an. Auch wenn die Werbung suggeriert, dass jeder diese hohen Bandbreiten beziehen kann – dem ist nicht so. Bevor ein DSL-Tarif bestellt wird, sollten Verbraucher auf jeden Fall eine anbieterübergreifende DSL-Verfügbarkeitsprüfung durchführen. Das spart viel Zeit und Ärger. Denn eine DSL-Verfügbarkeitsprüfung zeigt an, welche Tarife mit welcher Bandbreite an der eingegebenen Adresse angeboten werden.

Besonders günstig ist der 100.000-kBit/s-Tarif des Münchner Internetanbieters o2. Für diese Downloadrate und eine Geschwindigkeit von bis zu 40.000 kBit/s im Upload werden hier durchschnittlich nur 22,29 Euro im Monat für einen Doppelflatrate zum Surfen und Telefonieren fällig. Dafür müssen Kunden jedoch ab Oktober 2014 eine Drosselung in Kauf nehmen, wenn sie dreimal in Folge ein Datenvolumen von 500 GB/Monat verbrauchen. Dann wird ab dem vierten und in allen folgenden Monaten die Bandbreite ab einem Datenverbrauch von 300 GB auf maximal 2.000 kBit/s reduziert.

Teurer, aber dafür drosselfrei wird es mit einem entsprechenden DSL-Tarif von der Telekom, Vodafone und 1&1. Bei 1&1 können Kunden sich die Doppel-Flat 100.000 für 35,39 Euro Effektivpreis im Monat bestellen – geschaltet werden kann der Daten-Highway aber erst ab September 2014. Die Telekom und Vodafone bietet einen DSL-Tarif mit bis zu 100.000 kBit/s ab 38,08 Euro beziehungsweise 38,74 Euro effektiv an. Für Telekom-Neukunden, die noch gar keinen Anschluss haben, wird es durch die Anschlussgebühr von 69,95 Euro einmalig im Durchschnitt mit 40,99 Euro etwas teurer.

DSL-Highspeed-Tarife online vergleichen und bestellen

Alle DSL-Tarife der genannten Internetanbieter mit einer Bandbreite von bis zu 100.000 kBit/s finden Verbraucher im DSL-Tarifvergleich von CHECK24. Sowohl die genauen Preis- als auch die Vertragsdetails werden aufs Genauste angezeigt. Außerdem können Kunden bei CHECK24 auch eine kostenlose und anbieterübergreifende DSL-Verfügbarkeitsprüfung durchführen.

(awa)

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