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Oscar 2016: Goldrausch in Hollywood!

29.02.2016 - 11:57

Gestern Nacht war es wieder so weit: Das wohl meistgesprochene Wort im legendären Dolby Theatre in Los Angeles war „Thank you“ aus den Mündern von Leonardo DiCaprio, Brie Larson, Mark Rylance oder Alicia Vikander als sie ihren Oscar in Empfang genommen haben. Neben diesen Auszeichnungen für den besten Hauptdarsteller und die beste Hauptdarstellerin sowie den besten Nebendarsteller und die beste Nebendarstellerin wurde der Goldjunge noch in 20 weiteren Kategorien überreicht.

Den Überraschungserfolg des Abends landete wohl „Mad Max: Fury Road“: Nominiert in 10 Kategorien (unter anderem Bester Film, Beste Regie, Beste Kamera und Bester Schnitt) konnte das Endzeitspektakel von Regisseur George Miller ganze sechs Awards (Bestes Szenenbild, Bester Schnitt, Bestes Kostümdesign, Bester Ton, Bester Tonschnitt, Bestes Make Up und Beste Frisuren) einheimsen.
 

Ritterschlag: Leonardo DiCaprio vergoldet seine Karriere – endlich

Kaum einem Schauspieler wurden im Vorfeld weltweit so kräftig die Daumen für den Sieg gedrückt: Leonardo DiCaprio hatte sich beinahe schon in die Riege derer, die am häufigsten nominiert, aber nie ausgezeichnet worden sind, eingereiht. Dann gestern Abend – endlich – die Erlösung als Julianne Moore sagte: „And the Oscar goes to: Leonardo DiCaprio!“. DiCaprio war insgesamt sechs Mal für einen Oscar nominiert, fünf Mal ist er leer ausgegangen. Das toppen aktuell nur der irische Charaktermime Peter O’Toole, der acht Mal nominiert war und 2003 zumindest den Oscar für sein Lebenswerk bekam, und der Waliser Richard Burton, der sieben Mal nominiert und kein einziges Mal ausgezeichnet worden war.
 

Aufreger und Skandälchen der Oscar-Historie

Als eines der meist beachteten Hollywood-Events geht es nicht ohne Aufreger und Skandälchen vor und während der Show. So gelang es 1938 einem unbekannten Mann, die Trophäe der verletzten Siegerin Alice Brady an ihrer Stelle anzunehmen und damit spurlos zu verschwinden. Ähnliches gelang 1962 einem New Yorker Taxifahrer, der sich auf die Bühne schlich und Moderator Bob Hope mit einem selbstgebastelten Oscar auszeichnete. Zu einem traurigen Höhepunkte der Oscar-Geschichte kam es 1986 als die Schauspielerin Sarah Cunningham an einem Asthma-Anfall gestorben ist.

Viele Preisträger nutzen ihren Status auch, um ein Statement zu setzen, indem sie der Verleihung fernbleiben oder die Annahme des Goldjungen verweigern. Einer der prominentesten Repräsentanten dieser Kategorie ist Marlon Brando. Er schlug 1973 die Auszeichnung für seine legändere Rolle in „Der Pate“ aus Solidarität mit der US-amerikanischen Indianerbewegung aus. Zuvor verweigerte George C. Scott 1971 seinen Oscar, um gegen die „Fleischbeschau“ in der Filmindustrie zu protestieren.

Im Vorfeld der diesjährigen Oscar-Verleihung schlug die Diskussion um die ethnische Vielfalt bei den Nominierungen hohe Wellen. Heftig kritisiert wurde, dass kein afro-amerikanischer Schauspieler für einen Oscar als bester Darsteller berücksichtigt wurde, obwohl mit Idris Elba für seine Leistung in „Beasts of No Nation“, Michael B. Jordan für „Creed – Rockys Legacy“ oder Will Smith für „Erschütternde Wahrheit“ probate Kandidaten in den Startlöchern gestanden hätten.
 

Oscar-Kino auf deinem Fernseher oder Computer

Wer sich Meisterwerke wie „Mad Max: Fury Road“ oder Filme mit Oscar-Preisträgern wie Leonardo DiCaprio, Mark Rylance, Brie Larson oder Alicia Vikander nach Hause holen will, muss sich nur bei den günstigen Angeboten der Video-on-Demand-Anbieter umschauen und wird schnell fündig. So haben Amazon, Maxdome oder Videobuster „Mad Max: Fury Road“ bereits im Programm. Auch der beste Animationsfilm „Alles steht Kopf“ ist bei verschiedenen Video-on-Demand-Anbietern schon zu sehen. Und von den vielen Filmen mit Leo ganz zu schweigen…
 

Die Gewinner 2016 im Überblick

Bester Film: Spotlight
Beste Regie: Alejandro G. Iñárritu (The Revenant - Der Rückkehrer)
Bester Hauptdarsteller: Leonardo DiCaprio (The Revenant - Der Rückkehrer)
Beste Hauptdarstellerin: Brie Larson (Room)
Bester Nebendarsteller: Mark Rylance (Bridge of Spies - Der Unterhändler)
Beste Nebendarstellerin: Alicia Vikander (The Danish Girl)
Bestes adaptiertes Drehbuch: Charles Randolph, Adam McKay (The Big Short)
Bestes Originaldrehbuch: Josh Singer, Tom McCarthy (Spotlight)
Beste Kamera: Emmanuel Lubezki (The Revenant - Der Rückkehrer)
Bestes Szenenbild: Colin Gibson, Lisa Thompson (Mad Max: Fury Road)
Bestes Kostümdesign: Jenny Beavon (Mad Max: Fury Road)
Beste Filmmusik: Ennio Morricone (The Hateful Eight)
Bester Filmsong: Sam Smith, Jimmy Napes (Writing's on the Wall aus: James Bond 007 - Spectre)
Bestes Make-up und beste Frisuren: Lesley Vanderwalt, Elka Wardega, Damian Martin (Mad Max: Fury Road)
Bester Schnitt: Margaret Sixel (Mad Max: Fury Road)
Bester Ton: Chris Jenkins, Gregg Rudloff, Ben Osmo (Mad Max: Fury Road)
Bester Ton Schnitt: Mark A. Mangini, David White (Mad Max: Fury Road)
Beste visuelle Effekte: Mark Williams Ardington, Sara Bennett, Paul Norris, Andrew Whitehurst (Ex Machina)
Bester Animationsfilm: Alles steht Kopf
Bester fremdsprachiger Film: Saul fia (Lásló Nemes Jeles, Ungarn)
Bester animierter Kurzfilm: Bear Story
Bester Kurzfilm: Stutterer
Bester Dokumentarfilm: Amy
Bester Dokumentar-Kurzfilm: A Girl in the River: The Price of Forgiveness

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