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So holen Sie mehr Geschwindigkeit aus dem Heimnetzwerk heraus

22.04.2015 - 16:05

Der neue DSL-Tarif ist superschnell, doch im Heimnetzwerk kommt der Geschwindigkeitsschub nicht so richtig an? Mit ein paar einfachen Tests kommen Sie dem Flaschenhals im Netzwerk auf die Schliche und beschleunigen das Surftempo. In dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung erklärt CHECK24, wie’s geht.

Dass die Surfgeschwindigkeit geringer ausfällt als die bestellte kann einerseits an der Beschaffenheit der DSL- oder Kabel-Leitung liegen, aber auch am Heimnetzwerk. In letzterem Fall können Sie selbst etwas tun, um die Geschwindigkeit zu optimieren. Wie das genau funktioniert, erklärt CHECK24 in dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Tatsächliche Geschwindigkeit prüfen

Zuallererst sollten Sie überprüfen, wie schnell Ihr Internetanschluss tatsächlich ist. Nutzen Sie den Speedtest von CHECK24 und prüfen Sie zunächst die höchstmögliche Surfgeschwindigkeit, ohne etwas an Ihrem Heimnetzwerk zu verändern. Notieren Sie sich die Ergebnisse. Ziel ist es nun, mit einem erneuten Speedtest die tatsächliche Internetgeschwindigkeit zu ermitteln, das Heimnetzwerk also möglichst ohne Geschwindigkeitsverlust zu umgehen.
Verbinden Sie dazu Ihren PC per LAN-Kabel direkt mit dem Router oder Modem. Verwenden Sie für diesen Test möglichst ein Kabel des Typs „Cat 5e“ oder besser (also zum Beispiel Cat 6) und schließen Sie dieses, falls vorhanden, an einen Gigabit-fähigen LAN-Anschluss an. Wiederholen Sie den Speedtest und vergleichen Sie die erreichten Werte. Sind die Werte in etwa gleich, liegt der Unterschied zur gebuchten Geschwindigkeit wahrscheinlich an der Internetleitung. Sind die Werte des zweiten Tests hingegen spürbar besser, als die des ersten Tests, fahren Sie mit den nächsten Schritten fort, um die Geschwindigkeit Ihres Heimnetzwerkes zu verbessern.

Ethernet-Bridges

Nutzen Sie sogenannte Ethernet-Bridges, um längere Strecken ohne LAN-Kabel zu überbrücken? Dann überprüfen Sie, ob Ihre Powerline-Adapter die gebuchte Geschwindigkeit überhaupt unterstützen. Gerade ältere Modelle arbeiten nur mit einer geringen Übertragungsrate. Dazu kommt, dass die Bandbreite mit jedem Meter über die Stromleitung abnimmt, da diese eigentlich nicht für die Datenübertragung gedacht sind. Die Lösung: Nutzen Sie neuere Powerline-Adapter mit möglichst hohen Übertragungsraten. Ersetzen Sie die alten dann einfach durch die neuen Modelle. Gegebenenfalls müssen Sie die Geräte dann, wie in der Betriebsanleitung beschrieben, neu miteinander verbinden.

Router, Switches und Hubs

Prüfen Sie dann, ob Ihr Router oder im Netzwerk verteilte Switches und Hubs mit LAN-Steckplätzen ausgestattet sind, die mit Fast-Ethernet (100 MBit/s) oder dem Gigabit-Standard (1.000 MBit/s) kompatibel sind. Manche Geräte sind sowohl mit Fast-Ethernet, als auch mit Gigabit-Steckplätzen ausgestattet – nutzen Sie in diesem Fall bevorzugt die schnelleren Anschlüsse.
Bei DSL-Tarifen, die mehr als 100 MBit/s beinhalten, lohnt sich die Anschaffung von Gigabit-Hardware. Nur mit dieser können Sie Surfgeschwindigkeiten jenseits der 100 MBit/s nutzen. Einen Geschwindigkeitsvorteil haben Gigabit-Anschlüsse auch, falls Sie Daten über das Heimnetzwerk von einem Ort zum anderen kopieren wollen.
Bitte beachten Sie, dass die Geschwindigkeit im Netzwerk immer nur so schnell sein kann, wie die langsamste verwendete Hardware. Ist Ihr Computer beispielsweise nur mit einem Fast-Ethernet-Anschluss ausgestattet, hilft auch ein Netzwerk nicht weiter, in dem sich sonst nur Gigabit-Komponenten befinden.

Neue Kabel verwenden

In der Regel sollten LAN-Kabel dazu geeignet sein, Daten schnell genug zu übertragen. Nur sehr alte Kabel könnten da einen Strich durch die Rechnung machen. LAN-Kabel des Typs Cat 5e oder neuer sind perfekt für Gigabit-Netzwerke geeignet.

WLAN optimieren

Zu guter Letzt sollten Sie auch noch überprüfen, ob Sie alles aus Ihrem WLAN-Netzwerk herausholen. Greifen Sie dazu auf die Administrations-Oberfläche Ihres Routers zu (bei einer Fritzbox beispielsweise geben Sie dazu „fritz.box“ in die Adresszeile Ihres Browsers ein) und navigieren Sie zum Menüpunkt WLAN. Prüfen Sie nun, ob alle möglichen Frequenzbereiche aktiviert sind. Neuere WLAN-Router unterstützen neben dem 802.11n-Übertragungsstandard auch den AC-Standard, mit dem aktuell eine Bandbreite von bis zu 1.300 MBit/s übertragen werden kann. Allerdings müssen Handys und Tablets diesen Standard auch unterstützen, um die volle Geschwindigkeit nutzen zu können.

Ergebnis testen

Haben Sie alte Hardware ausgetauscht, testen Sie die Surfgeschwindigkeit erneut, um den Zugewinn zu überprüfen.
Sind Sie zudem mit der Geschwindigkeit Ihres DSL-Anschlusses nicht zufrieden? Prüfen Sie über einen adressgenauen Verfügbarkeits-Check, welche Anbieter und Tarife mit welcher Geschwindigkeit an Ihrer Adresse verfügbar sind. Und so können Sie, ganz nebenbei, den günstigsten DSL-Tarif finden.

(twi)

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