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Iota: Der kleine Allesfinder

17.03.2015 - 18:00

Das Fahrrad ist auf einmal weg und der Kater wird von Tag zu Tag fetter? Die US-Firma Iotera hat mit Iota eine smarte Lösung für solche Probleme in petto: Mit dem kleinen GPS-Tracker sollen geneigte Kontrollfreaks Garfield nun bei seinem täglichen Futter-Streifzug durch die Nachbarschaft verfolgen und das am Bahnhof vergessene Fahrrad orten können - ganz gemütlich mit dem Smartphone.

Das „Internet der Dinge“ hat ja schon so manche mehr oder weniger nützliche Hilfsmittel zutage gebracht. Das Mini-Ortungsgerät Iota des US-Startups Iotera gehört da zweifelsohne zu den nützlichen. Es soll die Vorteile eines GPS-Trackers mit der Kompaktheit und der Akkulaufzeit einer Taschenuhr verknüpfen.

Ertappte Vierbeiner

 
Mit dem GPS-Tracker Iota sind Haustiere überall auffindbar.
Mit dem GPS-Tracker Iota sind Haustiere überall auffindbar.
Für Iotera ist die Sache klar: Iota ist mit seinen schmalen Maßen von nur 43 mal 22 mal elf Millimetern (kleiner als eine Streichholzschachtel!) der ideale GPS-Tracker.

Der Akku des Iotas soll außerdem satte vier Monate halten. Der Katze oder dem Hund um den Hals gehängt, können Besitzer das Treiben ihres Haustieres live auf dem PC, Tablet oder Smartphone verfolgen.

So kommen Sie dem Kater beim zweiten (beziehungsweise dritten, vierten, …) Abendmahl bei seiner Zweitfamilie (beziehungsweise Dritt-, Viertfamilie, …) auf die Schliche oder finden den vor der Katzenwäsche geflohenen Hund wieder. Den Vierbeinern passt das freilich nicht: Sie warnen bereits vorm gläsernen Dackel.

Ertappte Zweibeiner

Was mit Haustieren klappt, sollte auch mit Kindern funktionieren, dachten sich wohl die kreativen Köpfe hinter Iotera. Das würde jedenfalls erklären, warum auf der Homepage des Produkts neben Hund und Katze mit umgehängten GPS-Tracker auch ein Kind mit Ortungsgerät abgebildet ist. Die Erziehungsberechtigten dürfte das freuen, denn das elterliche Auge kann nun jederzeit überprüfen, ob vereinbarte Abmachungen („Gehe nicht in den Süßigkeitenladen!“) auch eingehalten werden, ohne auch nur einen Fuß vor die Tür setzen zu müssen.

Schöpft das Kind Verdacht, muss der Vorteil des Geräts aber nicht gleich dahin sein. Wenn der Sprössling den GPS-Tracker auf einmal unterwegs ablegt oder ein anderes Kind dafür bezahlt, das Gerät im erlaubten Spielraum umher zu tragen, müssen Maßnahmen her. Eltern können dann versuchen, dem Kind den Mini-Spion heimlich unterzujubeln, etwa in einer Brotzeitdose mit einem gesunden Gemüsemix.

Pfiffige Eheleute mögen nun denken: Was mit Haustieren und Kindern klappt, das funktioniert auch mit meinem Partner. Aber Vorsicht: Für einen geheimen Einsatz zur Überprüfung des Aufenthaltsorts des Ehepartners ist das Iotera offiziell nicht vorgesehen – auch wenn wir uns vorstellen können, dass die Brotzeitdosen-Methode auch bei der virtuellen Gattenverfolgung klappen könnte.

Nützlich und sogar ein offizielles Feature des Iota ist die Verfolgung von Fahrzeugen: Befindet sich der samt Iota entwendete Drahtesel noch im ortbaren Bereich, zeigt Ihnen das System auf einer Karte exakt an, wo sich Ihr Fahrrad gerade befindet. Die Verhandlung mit dem Entführer übernimmt das Iota allerdings nicht für Sie.

Privates Ortungsnetz

Die US-Firma setzt für die Ortung der Iotas auf ein eigenes Tracking-Netz. Wer sich ein oder mehrere Geräte zulegt, der erhält dazu auch eine Home Base, die im heimischen WLAN-Netzwerk angemeldet werden muss. Ein entsprechender Internet-Anschluss ist also Voraussetzung. Laut Iotera hat die eine Reichweite von bis zu 6,4 Kilometer. In etwa diesem Radius um die Home Base herum können Hund, Katze, Kind und Fahrrad (und Ehemann) also geortet werden. Alle vorhandenen Basisstationen bilden ein gemeinsames Ortungsnetz, das jedes Iota nutzen kann. Mit nur zehn geschickt verteilten Home Bases will der Hersteller eine Stadt mit der Größe von San Francisco komplett versorgen können – für die gesamte Stadt München würden demnach im Idealfall fünf bis sechs Basisstationen ausreichen.

Ab Mai soll Iotera in den USA erhältlich sein. Die Kosten für eine Home Base und ein Iota belaufen sich auf 200 US-Dollar, also etwa 190 Euro. Jeder weitere Tracker kostet 60 US-Dollar (55 Euro). Iota soll in Zukunft auch außerhalb der Vereinigten Staaten erhältlich sein, einen Starttermin für Deutschland nannte Iotera bislang jedoch nicht.

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(twi)

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