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Die wichtigsten Fragen zur freien Routerwahl

01.08.2016 - 16:07

Internetanbieter müssen ihren Kunden künftig die Wahl des Routers überlassen.
Seit dem 1. August können sich Internetnutzer ihren Router selbst aussuchen - dabei spielt es keine Rolle, ob sie über die Telefonleitung (DSL), über das Fernsehkabel (Kabel) oder über Glasfaser (FTTH) ins Internet gehen. Wir klären an dieser Stelle die wichtigsten und häufigsten Fragen zum Thema.
 

Wer kann sich seinen Router selbst aussuchen?


Das Gesetz wird von den meisten Anbietern so ausgelegt, dass ausschließlich Neukunden eigene Router verwenden dürfen, der Großteil lässt allerdings auch Bestandskunden die Wahl. Dabei ist zu beachten, dass eventuell anfallende Gebühren eines Mietrouters nicht automatisch wegfallen.

Leihrouter der Anbieter wird es auch weiterhin geben – hier und da sogar gratis zum Internetvertrag dazu. Ein Vorteil der Leihgeräte ist der Support durch die Anbieter: Wenn der Router nicht mehr funktioniert oder es Probleme bei der Einwahl gibt, hilft der Internetanbieter weiter – diese Hilfe gibt es beim Betrieb mit Fremdgeräten nicht.
 

Für wen eignet sich die Routerfreiheit?


Profiteure der freien Routerwahl sind vor allem technisch versierte Internetnutzer, die sich vom Einsatz eines eigenen Routers Funktionen erhoffen, die mit dem vom Anbieter vorgeschriebenen Router nicht möglich sind.

Die große Mehrheit aller von den Anbietern zur Verfügung gestellten Routern erfüllt jedoch bereits alle Ansprüche eines modernen Internetnutzers.

Wer seinen eigenen Router verwendet, sollte sich mit der Installation und der Einrichtung auskennen, da Anbieter bei der Nutzung eigener Geräte in der Regel keine Hilfestellung geben.
 

Welche Vor- und Nachteile hat die Routerfreiheit für mich?


Der größte Vorteil ist natürlich die freie Routerwahl selbst. Jeder kann sich den Router selbst aussuchen und hat damit volle Kontrolle über alle Funktionen und Einstellungen. Wer will, kann auch am Router herumschrauben oder ihn modifizieren – auf eigene Gefahr natürlich.

Sollte nur ein bestimmter Router etwa die Kompatibilität zu bestimmten Geräten bieten, was zum Beispiel beim Thema Smart Home der Fall sein kann, lohnt sich die Anschaffung besonders.

Ein weiterer Vorteil der Routerfreiheit ist, dass Updates des Geräteherstellers direkt nach Veröffentlichung installiert werden können – wird dasselbe Gerät über einen Internetanbieter bezogen, wird das Update meist zunächst geprüft und erst dann an die Kundengeräte verteilt.

Einen Kostenvorteil hat der Einsatz eines eigenen Routers in der Regel nicht. Viele Anbieter stellen ihr Leihgerät gratis zur Verfügung und selbst bei geringen Mietkosten für „hochwertigere“ Geräte rechnet sich die Anschaffung eines Kaufrouters erst nach einigen Jahren. Ein gutes Beispiel ist die Fritzbox 6490 Cable von AVM, die im Handel derzeit für 250 Euro zu haben ist und zur Leihe bei Vodafone Kabel Deutschland und Unitymedia rund 5 Euro pro Monat kostet. Der Internetanschluss muss hier über vier Jahre lang laufen, bevor sich der Preis des Kaufgeräts amortisiert.

Wer sich einen neuen Router zulegen möchte, um Geld zu sparen, sollte also vorher vergleichen und ausrechnen, ob sich die Anschaffung finanziell überhaupt lohnt.

Zu guter Letzt sollte sich jeder darüber bewusst sein, dass ein eigener Router auch bedeuten kann, mit Problemen allein gelassen zu werden. Für den technischen Support der Router sind in diesem Fall nämlich die Router-Hersteller verantwortlich. Vor allem technisch weniger versierte Internetnutzer dürften dann in die Röhre schauen. Zwar haben einige Hersteller, wie etwa AVM, eine Service-Hotline für Kunden, dies gilt aber bei Weitem nicht für alle Hersteller. Für Leihrouter geben die Anbieter Hilfestellung und tauschen Geräte auch aus, wenn sie kaputt sind.

Wer noch einen alten Router zu Hause hat und diesen gerne am Anschluss betreiben würde, sollte unbedingt überprüfen, ob dieser dem aktuellen Stand der Technik entspricht. Sowohl beim Internet über die Telefonleitung, als auch beim Kabel-Internet hat es in den letzten Monaten und Jahren technischen Fortschritt gegeben, dem ältere Router unter Umständen nicht gewachsen sind.
 

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