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Gute Neuigkeiten für DSL-Kunden: neues Telekommunikationsgesetz ist in Kraft

29.05.2012 - 15:57

Lange haben Verbraucher auf die Reform des Telekommunikationsgesetzes gewartet. Nachdem der Bundestag und der Bundesrat dem Gesetzespaket mit vielen verbraucherfreundlichen Neuerungen im Februar 2012 zugestimmt hatte, hat im Mai 2012 der Bundespräsident das Gesetz unterzeichnet und verkünden lassen. Damit ist es amtlich. Binnen des nächsten Jahres müssen alle in dem Gesetz verankerten Vorgaben umgesetzt werden.

Konkret bedeutet das für Verbraucher unter anderem: keine teuren Warteschleifen mehr, ein Sonderkündigungsrecht des DSL-Vertrages im Falle eines Umzugs, einen unterbrechungsfreien Anbieterwechsel und die flexible Mitnahme einer Handynummer unabhängig von der Vertragslaufzeit. Mit anderen Worten: Dank dieser Gesetzesreform sparen Verbraucher bares Geld.

Kein „Bitte Warten“ oder „Für Elise“ mehr für 1,20 Euro pro Minute

Unglaubliche 144 Millionen Euro sollen Warteschleifen Verbraucher in Deutschland allein im Jahr 2011 insgesamt gekostet haben - ein stolzer Preis für nichts. Damit ist nun aber in allerspätestens zwölf Monaten Schluss. So lange haben Unternehmen, die Kundenhotlines mit kostenpflichtigen Warteschleifen anbieten, Zeit, ihre Telefonzentrale umzustellen. Während dieser Übergangszeit müssen Warteschleifen während der ersten beiden Minuten kostenfrei sein.

In circa einem Jahr gilt dann: landet der Anrufer in einer Warteschleife, darf diese Zeit nur den Ortsnetztarif kosten. Der Anschluss mit Warteschleife darf alternativ auch zu normalen Mobilfunkkosten oder unter einer gänzlich kostenfreien Rufnummer erreichbar sein. Für Sonderrufnummern gilt: Warteschleifen dürfen nur noch dann eingesetzt werden, wenn der Angerufene die Kosten für die Zeit in der Warteschleife komplett übernimmt oder wenn für den gesamten Anruf ein Pauschalpreis für den Anrufer gilt.

Wenn der DSL Anbieter es nicht bringt, gilt für den DSL Kunden ein Sonderkündigungsrecht

Sollte der aktuelle DSL Anbieter die vertraglich vereinbarte Leistung nach einem Umzug seines DSL Kunden an dessen neuem Wohnort nicht mehr erbringen können, haben Kunden ein Sonderkündigungsrecht. Mit einer Frist von drei Monaten zum Ende eines Kalendermonats darf der Kunde seinen DSL Vertrag dann kündigen. Mit dem DSL Tarifvergleich von CHECK24 finden Verbraucher dank einer adressgenauen und kostenlosen DSL Verfügbarkeitsprüfung dann schnell und einfach einen neuen DSL Anbieter am neuen Wohnort.

In allen anderen Fällen darf der DSL Vertrag bei einem Umzug allerdings nicht mehr – wie bisher bei einigen Anbietern üblich – von vorne beginnen. Das heißt: Er muss ohne Änderung der Mindestvertragslaufzeit weiterlaufen. Den durch den Umzug entstandenen Aufwand kann der DSL Anbieter seinem Kunden in Rechnung stellen.

Maximal einen Tag ohne DSL- und Telefonanschluss

Des Weiteren ist im neuen Telekommunikationsgesetz der unterbrechungsfreie Anbieterwechsel im Festnetz verankert. Wechselt ein Kunde seinen DSL Anbieter, ist der abgebende DSL Anbieter zur Weiterversorgung verpflichtet, bis alle technischen und vertraglichen Details mit dem neuen DSL Anbieter geklärt sind. Sollte es dennoch zu einer Versorgungsunterbrechung kommen, darf sie aber nicht länger als einen Kalendertag dauern.

Weitere Infos zum Thema „Kostenfreie Warteschleifen“ gibt es am Mittwoch in diesem Blog!

(awa)

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