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DSL-Studie: CHECK24 testet Verbraucherfreundlichkeit von Anbietern

27.05.2010 - 23:05

CHECK24 hat für den Nachrichtensender n-tv zehn der größten DSL-Anbieter auf ihre Verbraucherfreundlichkeit getestet*. Obwohl die Studie Optimierungsbedarf in einigen Bereichen aufzeigt, ist das Ergebnis aus Verbrauchersicht doch positiv: Kunden, die sich für einen verbraucherfreundlichen Anbieter entscheiden, müssen nicht zwangsweise mehr zahlen.

Der Test umfasste die folgenden Anbieter: 1&1, Alice, Congstar, Kabel Deutschland, M-Net, o2, T-Home, UnityMedia, Versatel und Vodafone. Neben dem Preis** wurden die Servicequalität der Kundenberatung, die Vertragsbedingungen sowie die Online-Shops der Provider bewertet.

Die Gewinner: Kabel Deutschland siegt vor Vodafone und T-Home

Als Gesamtsieger geht Kabel Deutschland aus dem Test hervor. Der Anbieter landete in allen Kategorien auf einem der vorderen Plätze und bietet damit das verbraucherfreundlichste Gesamtpaket aus günstigem Preis, guter Servicequalität, transparenten Vertragsbedingungen sowie einem übersichtlichen Online Shop.

Mit ähnlich guten Bewertungen schnitten Vodafone und T-Home ab, die die Plätze zwei und drei im Gesamtklassement belegen.

Kategorie Preis: Unterschiede von bis zu 137 Prozent zwischen den Providern

Den ersten Platz in der Kategorie Preis teilen sich Vodafone und UnityMedia. Ihre monatlichen Durchschnittspreise** (über 24 Monate gerechnet) differieren nur um wenige Cent. Sie betragen bei Vodafone 22,04 Euro** und bei UnityMedia 22,50 Euro**. Mit einem monatlichen Durchschnittspreis von 27,44 Euro** erreicht Kabel Deutschland den dritten Platz.

115 Prozent beträgt der Preisunterschied zwischen dem günstigsten und teuersten Angebot. Dieses lieferte T-Home mit einem monatlichen Durchschnittspreis von 47,31 Euro**. T-Home-Kunden in wenig ausgebauten DSL-Gebieten zahlen zusätzlich einen Regionalaufschlag von monatlich 5 Euro und damit 137 Prozent mehr als Vodafone-User.

Der Durchschnitt der DSL-Kosten** aller getesteten Anbieter beträgt mit Regionalaufschlag 32,72 Euro monatlich. Vodafone liegt 33 Prozent unter diesem Durchschnitt, T-Home 60 Prozent darüber.

Kategorie Servicequalität: Beim E-Mail-Service besteht bei vielen Anbietern Optimierungsbedarf

Die beste Servicequalität aller getesteten Provider bietet Congstar, gefolgt von Alice und Kabel Deutschland. Congstar überzeugte mit einer hervorragenden Beratungsqualität der Kundenhotline sowie mit einem sehr guten E-Mail-Service. Das Congstar System erkannte zwei von drei Testanfragen per Kontaktformular automatisch und lieferte unmittelbar die passenden Antworten.

UnityMedia reagierte hingegen auf keine der Testmails. Auch andere Anbieter zeigen Schwächen beim E-Mail-Service. Insgesamt blieben acht von 30 Testfragen (27 Prozent) unbeantwortet. Das Angebot von kostenlosten Service-Hotlines ist ebenfalls verbesserungswürdig. Nur drei der zehn getesteten Provider bieten eine für alle Verbraucher kostenlose Service-Hotline an.

Kategorie AGBs: Bedingungen häufig undurchsichtig durch Verweise auf andere Dokumente

Mit deutlichem Abstand gewinnt T-Home die Kategorie Vertragsbedingungen. Der Anbieter setzte sich mit übersichtlichen und verständlichen AGBs sowie einer transparenten Preisdarstellung ohne versteckte Kosten seine Konkurrenz durch und verwies Vodafone und Alice auf die Plätze zwei und drei.

UnityMedia landete in dieser Kategorie auf dem letzen Platz. Um sich ausführlich über die Vertragsbedingungen zu informieren, müssen UnityMedia-Kunden bis zu fünf verschiedene AGBs sowie weitere vier relevante Dokumente (wie z.B. die Auftragsbestätigung) lesen. Auf die Bewertung wirkte sich ebenfalls negativ aus, dass einige Zusatzkosten (z.B. Schadensersatz für beschädigte Hardware) nur aus den AGBs ersichtlich sind und keine Angaben zu Kündigungsfristen und Verlängerungszeiten gemacht werden.

Kategorie Online-Shop: Achtung vor versteckten Kosten durch Voreinstellungen

Auch in der Kategorie Online-Shop heißt der Gewinner T-Home. o2 und Versatel belegen die Plätze zwei und drei.

T-Home-Kunden werden durch den Bestellvorgang geführt, erhalten vor Abschluss eine übersichtliche Kosteninformation und müssen nicht mit versteckten Gebühren durch vorausgewählte Zusatzoptionen rechnen. Doch nicht alle Verbraucher können sich über eine solche Transparenz freuen. Bei 1&1 kauften Kunden im Bewertungszeitraum automatisch eine SIM-Karte für einmalig 9,60 Euro und ein Sicherheitspaket für monatlich 4,99 Euro (ab dem dritten Monat), wenn sie die vorausgewählten Zusatzoptionen nicht entfernten. Mittlerweile hat der Anbieter dies teilweise geändert.

*Bewertungszeitraum: Preisabfrage 29.03.2010, Testanrufe 05.02.-12.02.2010, Testmails 15.02.–16.02.2010, AGBs 22.03.–23.03.2010, Onlineshop 02.02.–23.02.2010 **Monatlicher Durchschnittspreis über 24 Monate gerechnet (Summe aus 24x Grundgebühr zzgl. Einmalkosten abzgl. Boni geteilt durch 24) , Doppel-Flatrate (Telefon und Internet), 16.000 kBit/s Bandbreite, wenn als solcher Tarif beim Anbieter verfügbar, sonst nächsthöhere Stufe, Neuanschluss, WLAN-Hardware (günstigste Variante), günstigstes Angebot (laufzeitunabhängig)

(kb)

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