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Wenn der DSL-Anbieter den Preis erhöht: Wann gilt das Sonderkündigungsrecht?

11.01.2017 - 10:25

Eine Preiserhöhung für den Internetanschluss ist ärgerlich, besonders wenn diese mitten in der Vertragslaufzeit kommt. Doch wer schnell reagiert, kann sich in vielen Fällen selbst helfen und zu einem günstigeren Anbieter wechseln. Wir erklären, wie’s geht.
 

DSL teurer? Sonderkündigungsrecht prüfen und Anbieter wechseln!

Dass Bestandskunden noch während der Mindestvertragslaufzeit auf einmal mehr für ihren Vertrag bezahlen sollen als eigentlich vereinbart ist zwar selten, kommt aber dennoch vor. Das zeigen etwa aktuelle Beispiele wie die Preiserhöhung bei Unitymedia und die geplante Verteuerung von Festnetzanschlüssen bei der Telekom. Ersterer hat auch Anfang 2017 wieder viele seiner Kunden angeschrieben und über eine bevorstehende Preisanpassung informiert – die Kosten sollen für Unitymedia-Kunden ab März um rund drei Euro steigen, was in ein paar Fällen einer Erhöhung um 16 Prozent entspricht.

Wann greift das Sonderkündigungsrecht?

Ein Sonderkündigungsrecht gilt bei DSL-Preiserhöhungen nicht per se. Die meisten Anbieter regeln das Recht des Kunden zur außerordentlichen Kündigung nämlich in ihren Allgemeinen Geschäftsbedingungen. Viele Anbieter behalten sich vor, die Preise bis zu einmal jährlich anzupassen, etwa wegen gestiegener Kosten. Das ist auch im aktuellen Fall von Unitymedia so.

Gleichzeitig schränkt der Anbieter die Kostensteigerung allerdings ein: Die jährliche Kostensteigerung darf maximal fünf Prozent betragen, alternativ steht es dem Kunden frei, außerordentlich zu kündigen. Das wird so oder so ähnlich auch von anderen Anbietern gehandhabt.

Auf Fristen achten

Wer eine Preiserhöhung erhält und vom Sonderkündigungsrecht Gebrauch machen will, sollte sich allerdings sputen, denn die außerordentliche Kündigung ist, wie die ordentliche Kündigung auch, mit Fristen verbunden: Im Falle von Unitymedia ist die Zustimmung zur Preiserhöhung erteilt, wenn innerhalb von sechs Wochen ab Zustellung des Schreibens keine Kündigung beim Anbieter eingegangen ist.

Ein Vergleich von DSL-Tarifen hilft bei der Einschätzung der Preiserhöhung – sehr häufig kommen Verbraucher bei einem Wechsel günstiger davon, denn immerhin erhalten Wechsler beim neuen Anbieter oft Sonderkonditionen wie eine günstigere Grundgebühr und Cashbacks.
 

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