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DSL-Speedtest: Bundesnetzagentur bietet erneut unabhängige Breitbandmessung an

12.10.2015 - 12:10

Die Geschwindigkeit eines Internetanschluss bietet immer wieder Anlass zu Beschwerden und Klagen. Die Anbieter werben mit der sogenannten Bis-zu-Geschwindigkeit, also der maximal verfügbaren Bandbreite, die sie über eine Leitung anbieten können. Verbraucher beschweren sich regelmäßig, dass diese beworbene Geschwindigkeit selten oder nie erreicht wird. Um für mehr Transparenz bei Verbraucher zu sorgen, bietet die Bundesnetzagentur erneut einen unabhängigen Speedtest an.

Außerdem will die Bonner Behörde auf Basis der Messergebnisse wieder eine Studie zur „Dienstequalität breitbandiger Internetzugänge“ veröffentlichen. Bereits 2012 und 2013 wurde eine solche Studie nach einer umfangreichen Breitbandmessung erstellt.
 
In beiden Jahren haben die Messungen ergeben, dass 69,2 Prozent (2012) beziehungsweise 77,1 Prozent (2013) der Verbraucher mit ihrem Internetanschluss 50 Prozent der beworbenen Geschwindigkeiten erreicht haben. 19,5 Prozent (2012) beziehungsweise 15,9 Prozent (2013) konnten immerhin die volle beworbene Bandbreite messen.
 
Geschwindigkeit von stationären und mobilen Internetanschlüssen testen
 
Wie bereits 2012 und 2013 können Verbraucher über einen eigens entwickelten Speedtest die Geschwindigkeit ihres DSL- oder Kabelanschlusses prüfen. Zudem steht ihnen dieses Jahr auch eine App zur Verfügung, um mobile Internetanschlüsse für Smartphone oder Tablet zu testen. Diese App kann sowohl für Android als auch für iOS im entsprechenden App-Store kostenfrei heruntergeladen werden.
 
"Mit unserem Test haben Endkunden die Möglichkeit, eigenständig die Leistungsfähigkeit ihres breitbandigen Internetzugangs zu überprüfen. Die Breitbandmessung erlaubt es, die tatsächliche Datenübertragungsrate des jeweiligen Breitbandanschlusses mit der vertraglich vereinbarten Datenübertragungsrate zu vergleichen. Eine Messung ist dabei anbieter- und technologieunabhängig möglich", fasst Jochen Homann, Präsident der Bundesnetzagentur, das Ziel der Breitbandmessung zusammen. "Ich hoffe, dass viele Internetnutzer unser Angebot wahrnehmen."
 
Rechtsverordnung soll Transparenz steigern
 
Zusätzlich plant die Behörde eigenen Angaben zufolge noch in diesem Jahr eine Rechtsverordnung zu erlassen. Die sogenannte „TK-Transparenzverordnung“ soll zum einen die Transparenz bei Telefon- und Internetdienstleistung erhöhen und zum anderen Verbraucherrechte stärken, schreibt die Bundesnetzagentur auf ihrer Website. Beispielsweise sollen die Regelungen zur Kostenkontrolle verbessert und Anbieter verpflichtet werden, ein übersichtliches Produktinformationsblatt für ihre Produkte für Kunden bereitzustellen. Damit sollen Kunden sich dann vor Vertragsabschluss schnell und einfach über ihren neuen Internetanschluss und die wesentlichen Bestandteile ihres Vertrages informieren können.

Wenn Sie einen DSL-Speedtest durchführen - egal, ob Sie das Angebot der Bundesnetzagentur oder ein anderes nutzen - sollten Sie mehrere Messungen zu unterschiedlichen Tageszeiten durchführen. Denn beispielsweise kann es das Messergebnis beeinflussen, wenn Sie abends den DSL-Speed prüfen, wenn außer Ihnen noch viele andere User über die gleiche Leitung unterwegs sind. Zudem sollten Sie vor jeder Messung darauf achten, sämtliche Programme auf Ihrem Computer zu beenden.

(awa)
 

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