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Was bedeutet eigentlich… Drosselung bei DSL Tarifen?

16.11.2016 - 09:32

Was bei Smartphone-Tarifen die Regel ist, ist bei DSL Tarifen glücklicherweise eine Ausnahme geblieben: Die Drosselung der Surfgeschwindigkeit nach Verbrauch eines festgelegten Datenvolumens. Einen entsprechenden Vorstoß einiger Provider gab es durchaus – erfahren Sie hier, was daraus geworden ist und was eine Drosselung für Verbraucher bedeutet hätte.

Im April 2013 hat die Deutsche Telekom angekündigt, ihre DSL Flatrates künftig drosseln zu wollen und damit für eine Menge Wirbel gesorgt. Mehr als ihr schlussendlich lieb gewesen sein kann, denn es endet für den Bonner Konzern vor Gericht. Und die Kölner Richter haben im Oktober 2013 prompt entschieden, dass das Vorhaben der Bonner unzulässig sei. Damit war der Vorstoß der Telekom bereits wieder Geschichte und das Unternehmen hat die Pläne ad acta gelegt.

Damit waren viele Kunden vor einer Misere bewahrt worden. Denn hätte die Telekom ihre Tarife drosseln dürfen, wäre es unzähligen Festnetzkunden so ergangen wie es zahlreichen Mobilfunkkunden jeden Monat ergeht: Die Geschwindigkeit ihres Anschluss zuhause wäre bis zum Beginn des nächsten Monats auf eine minimale Bandbreite von nur 384 kBit/s beziehungsweise zwei MBit/s reduziert worden.

Dann hätten die betroffenen Telekom-Kunden mit einer quälend langsamen Internetverbindung leben müssen, mit der Highspeed-Surfen, Video-on-Demand und Streaming nicht mehr möglich gewesen wäre.
 

Nur wenig Tarife mit Drossel auf dem Markt


Auch wenn die Telekom ihre Drosselpläne auf Eis gelegt hat, so gibt es doch den ein oder anderen Tarif mit Drossel im Festnetzmarkt. So bietet etwa 1&1 mit dem „Dual Basic“ einen Tarif an, der nach dem Verbrauch von 100 Gigabyte von bis zu 16 MBit/s auf nur noch ein MBit/s gedrosselt wird.

Surfen und E-Mails abrufen ist zwar mit dieser Restgeschwindigkeit noch möglich, Video-on-Demand und Downloads machen damit aber keinen Spaß mehr. Auch o2 hat mit „All-in S“ einen Tarif im Angebot, der nach einem Verbrauch von 100 Gigabyte auf zwei MBit/s gedrosselt wird.

Beide Tarife sollen günstige Alternativen zu Flat-Angeboten darstellen, sind allerdings effektiv, also inklusive aller Kosten und Vergünstigungen innerhalb der ersten beiden Vertragsjahre, nicht unbedingt günstiger als vollwertige Surf-Flats ohne Drossel. Daher sollte bei der Auswahl der Tarife unbedingt ein DSL-Vergleich zu Rate gezogen werden.

Der Anbieter o2 hat mit der sogenannten Fair-Use-Mechanik auch in seine anderen DSL-Tarife eine Drossel eingebaut, diese ist zunächst allerdings nur auf dem Papier vorhanden.

Erst wenn Kunden in drei aufeinanderfolgenden Monaten das für den Tarif vereinbarte Volumen (zwischen 300 und 500 GB) überschreiten, wird die Drossel aktiviert.


Vielsurfer sollten sich für Flatrate entscheiden


Im Schnitt werden über einen Anschluss der Marktstudie 2016 des VATM zufolge 37 GB verbraucht – wer allerdings regelmäßig Videos im Internet streamt, Spiele oder Updates herunterlädt oder die Cloud nutzt, kommt schnell auf einen deutlich höheren Datenumsatz. Daher würde sich ein Drosseltarif für Vielsurfer selbst bei einem kleinen Preisvorteil kaum lohnen.

Im Vergleich sind Tarife mit Drossel speziell gekennzeichnet. Wollen Sie keinen Tarif mit Drossel, können Sie diese im Filtermenü unter Zusatzoptionen ausblenden lassen.

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