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Anbieterwechsel sorgt nach wie vor für Ärger bei Verbrauchern

20.08.2013 - 12:17

Das Telekommunikationsgesetz sieht seit Mai 2012 einen reibungslosen Anbieterwechsel für Verbraucher vor. Das heißt: wer zu einem neuen Festnetz- oder DSL Anbieter wechselt, dessen Telefon und Internetanschluss darf maximal einen Kalendertag tot sein. Andernfalls muss der alte Anbieter die Versorgung wieder aufnehmen. So ist es in der Theorie. Laut eines Berichts der Zeitung ‚Ruhr Nachrichten‘ hapert es damit in der Praxis aber noch gewaltig.

Denn der Zeitung zufolge habe die Bundesnetzagentur, die Verbrauchern bei längerer Anschlussunterbrechung helfend zur Seite stehen soll, zwischen Mai 2012 und Ende Juni 2013 4.048 Fälle registriert, in denen der Anbieterwechsel nicht reibungslos funktioniert hat. Gegen drei, nicht namentlich genannte Telekommunikationsanbieter hätte die Bonner Behörde bereits ein Bußgeldverfahren eingeleitet, berichten die Ruhr Nachrichten weiter.

Die stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Grünen im Bundestag, Bärbel Höhn, die eine entsprechende Anfrage an das Bundeswirtschaftsministerium gestellt hatte, kritisierte gegenüber der Zeitung, dass die Netzagentur nicht hart genug durchgreife und die Provider nach wie vor mit Samthandschuhen anfasse. Die gern ins Feld geführten technischen Probleme bei einem Anbieterwechsel seien laut Höhn lösbar. Vielmehr hinge es an den Anbieter, die „oft nicht die Schnellsten sind, weil ihnen keiner im Nacken sitzt“, sagte die Politikerin gegenüber den Ruhr Nachrichten.

Anbieterwechsel – so machen Verbraucher es richtig

Um mögliche Fehler und Stolpersteine von vornherein bei einem Anbieterwechsel aus dem Weg zu räumen, sollten auch Verbraucher einige Punkte beachten, bevor sie einen Telefon oder DSL Anschluss bestellen. Wichtig ist beispielsweise der richtige Zeitpunkt für den Anbieterwechsel. Dazu sollten Kunden das Ende ihres laufenden Vertrages sowie die vertraglich vereinbarte Kündigungsfrist kennen.

Wer dann mit einer Vorlaufzeit von circa vier bis sechs Wochen vor Beginn der Kündigungsfrist unter  vollständiger Angabe aller relevanten Daten einen neuen DSL Tarif bestellt, macht im Grunde bereits alles richtig. Um die Kündigung des alten Vertrages kümmert sich in fast allen Fällen der neue Anbieter. Insbesondere wenn die bestehende Telefonnummer zum neuen Anbieter übertragen werden soll, dürfen Verbraucher nicht selbst kündigen. Wenn noch Fragen offen sind, finden Verbraucher im Netz ausführliche Informationen zum Thema DSL Anbieterwechsel.

Vor Wechsel unbedingt DSL Tarife vergleichen

Bevor Verbraucher zu eine neuen Provider wechseln, sollten sie aber unbedingte Telefon und Internet Tarife vergleichen, um günstige Angebote zu finden. Dabei hilft ein Tarifvergleich, der die Angebote von über 180 verschiedenen Telefon und Internetanbietern in Deutschland listet und zudem noch eine anbieterübergreifende DSL Verfügbarkeitsprüfung anbietet.

(awa)

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