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Alice, Arcor, AOL

02.09.2015 - 11:49

Kabel Deutschland heißt nun hochoffiziell Vodafone, aus Kabel BW wurde schon im April Unitymedia. Und es gibt noch mehr große deutsche Internetanbieter, die nicht mehr sind. Ein Rückblick.

HanseNet und Alice - hier die ehemalige Zentrale in Hamburg - gehören inzwischen zu O2. (Bild: GeorgHH)

Arcor

Arcor war einst das zweitgrößte deutsche Telekommunikationsunternehmen hinter der Deutschen Telekom, entstanden aus dem Telefonnetz der deutschen Eisenbahn (Basa). 1997 wurde die damalige Mannesmann Arcor AG gegründet, die 1999 den Festnetzbereich von Otelo Communications übernahm. Zehn Jahre später verschwand Arcor als Firma und Marke vom Markt: Der neue Eigentümer Vodafone wurde zum DSL-Anbieter.

HanseNet / Alice

Im Jahr 2003 wurde das einst als Tochtergesellschaft des lokalen Stromversorgers Hamburgische Electricitäts-Werke (HEW; heute:Vattenfall) gegründete Unternehmen der Telecom Italia übernommen, 2007 kauften die Italiener zudem die Internetzugangssparte von AOL. Die Marke Alice wurde etabliert, bekannt durch eine Werbekampagne mit dem italienischen Model Vanessa Hessler, die als Testimonial diente. Als Option zu DSL-Internetzugängen bot HanseNet auch den IPTV-Service Alice TV an. 2009 verkaufte die Telecom Italia HanseNet an das spanische Unternehmen Telefónica, das in Deutschland bereits die Marke O2 betrieb. Zwei Jahre später ging die Marke Alice dann in O2 DSL über, das IPTV-Angebot wurde eingestellt.

AOL

Der Internetanbieter AOL Deutschland gehörte einst zu den ganz großen Playern: Zu den Anfängen des Internets, als man sich noch mit dem Modem über die Telefonleitung einwählen musste, war AOL neben der Deutschen Telekom der wohl bekannteste Internetanbieter Deutschlands – gestützt auch durch die Werbekampagne mit Ex-Tennisspieler Boris Becker. Im Jahr 2002 zählte AOL 26,7 Millionen Kunden – die Zahl schrumpfte mit der Einführung von DSL allerdings gewaltig. 2007 verkaufte AOL das deutsche Internetzugangsgeschäft an HanseNet.

Kabel BW

Der im Jahr 2000 entstandene Kabelnetzbetreiber Kabel BW (vorher: Kabel Baden-Württenmberg) baut auf das ehemalige Breitbandkabelnetz der Deutschen Telekom. 2011 kaufte der Unitymedia-Eigentümer Liberty Global Kabel BW und benannte das Unternehmen zunächst in Unitymedia Kabel BW um. Seit April 2015 gibt es den Markennamen Kabel BW nicht mehr – der Anbieter ist komplett in das Angebot von Unitymedia integriert.

Kabel Deutschland

Bis zur kompletten (auch namentlichen) Eingliederung bei Vodafone hieß der größte Kabelanbieter auf dem deutschen Markt Kabel Deutschland. Derzeit ist das Logo von Kabel Deutschland aber noch auf der Internetseite der Vodafone-Kabelsparte zu finden – dort heißt es: „Mit der Power von Kabel Deutschland“.
 

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