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Früher war nicht alles besser: Sieben Gründe gegen das Internet der 90er

21.05.2015 - 15:30

Ein Computer, ein Telefonanschluss, ein Modem: Mehr brauchte es nicht, um Ende der 90er ins Internet zu gelangen. Doch komfortabel waren die Anfänge des massentauglichen Internets nicht.
 

Röhrenmonitor und unergonomische Maus. Gemütlich war das nicht.
Als Boris Becker seinen Tennisschläger um die Jahrtausendwende an den Nagel hing, zeigte er Deutschland, wie einfach es seinerzeit war, online zu gehen. Ein Klick und er war „drin“, der Boris. „Das war ja leicht“ resümierte der Sportler seinen Gang ins World-Wide-Web für eine groß angelegte AOL-Werbekampagne. Und viele Deutsche folgten ihm.

Heute ist beinahe jeder Deutsche drin – und zwar ohne Klick. Und auch noch tausendmal schneller als damals. Nostalgie hin oder her: Hier sind sieben Gründe, warum das Internet der 90er heute einfach nichts mehr taugt.

Platz 7: Es piept!


Irgendwie hat so ein V90-Modem ja einen gewissen Charme: Immer wenn es sich ins Internet einwählt, piept es sich 'nen Wolf. Die digitale Tonleiter rauf und wieder runter.

Damals aber ging das Gepfeife und Geknacke einem gehörig auf den Keks. Spätestens dann, wenn die Zeit drängte und die Verbindung zum x-ten Mal neu hergestellt werden musste. Übrigens blieb es nicht bei der Einwahlmusik: Selbst während des Surfens knackte und knarzte das Modem vor sich hin.

Platz 6: Zeitspiel


Die Einwahl ins Internet mag in den 90ern mit Hilfe von Einwahl-Software der Anbieter einigermaßen einfach gewesen sein. So richtig schnell ging das allerdings nicht. Denn nach dem Verbindungs-Klick wählte sich das Modem über die Telefonleitung erst einmal gemütlich (und piepend) beim Provider ein.

Das dauerte dann mindestens eine halbe Minute, manchmal sogar deutlich länger. Zeit genug für eine Pipipause oder um sich einen Kaffee zu holen.

Platz 5: Internet versus Telefon


Wer keinen ISDN-Anschluss mit mehreren Leitungen hatte, musste die einzig verfügbare Telefonleitung fürs Internet nutzen. Telefonkabel raus, Internetkabel rein – Telefonieren war dann während der Zeit im Internet nicht mehr möglich, Streitereien mit der Familie um die belegte Telefonleitung vorprogrammiert. Schließlich erwartete immer irgendwer einen wichtigen Anruf.
Ein Klick und schon wählte sich das Modem über die Telefonleitung ins Internet ein.

Platz 4: Internetzugang planen


Ausgehen, fernsehen oder doch lieber online gehen? Internetsurfen war in den 90ern eine Sache, die man planen musste. Schließlich musste man sich damals noch vor einen Computer setzen, um ins WWW einzutauchen – Smartphones, Tablets oder gar Fernseher mit Internetfunktion gab es nicht.

Dafür hatte der Computer noch einen flackernden Röhrenmonitor, das absturzwillige Windows 95 auf der Platte und ein Einschubfach für Disketten – da passte nicht einmal eine MP3-Datei drauf.

Und wer keinen Zugang zum Internet hatte, setzte sich in eines der zahlreichen Internet-Cafés und verbrachte dort seinen Nachmittag.

Platz 3: Kein Multimedia


Internet in den 90ern war gähnend langweilig. Zumindest im Vergleich zu dem, was wir heute kennen: Webseiten waren ganz schön textlastig. Bilder gab es nur wenige und die waren stark komprimiert. Dafür gab es jede Menge lustiger, wild blinkender GIF-Bilder. Nervige Werbung gab es übrigens auch damals schon, nur dass sich statt einer bildschirmfüllenden Flash-Anzeige in den 90ern unzählige Popups öffneten. Immerhin: Web-Chats und Communitys zeigten schon mal, wo die Reise hingeht.

Platz 2: Kosten


Eine gute Sache: Wer sich in den 90ern ins Internet einwählte, konnte sich jedes Mal aufs Neue den Anbieter dafür aussuchen. Nötig war nur die Einwahlnummer und der dazugehörige Code. Entsprechend war man regelmäßig damit beschäftigt, Preislisten durchzugehen, um immer den günstigsten Tarif zu nutzten. Abgerechnet wurde dann über die Telefonrechnung – für viele oft mit der bitterbösen Erkenntnis, dass exzessives Surfen ganz schön teuer sein konnte. Denn übersichtlich waren die angehäuften Kosten damals nicht. Da sind wir heute mit Internet- und Telefon-Flatrates deutlich besser dran!

Platz 1: 56K (!!!)


Das wohl stärkste Argument gegen das Internet der 90er ist die Geschwindigkeit. Selbst bilderarme Websites brauchten mitunter eine halbe Minute bis sie vollständig geladen waren. Ende der 90er war es üblich mit einem 56K-Modem ins Internet zu gehen. Das bedeutet effektiv eine Geschwindigkeit von bis zu 56 Kilobit pro Sekunde – heute sind mancherorts schon bis zu 400.000 Kilobit pro Sekunde drin.

Und selbst DSL mit „nur“ 16.000 kBit/s ist noch 285 mal schneller als das Internet von damals. Um sich einen 90-minütigen HD-Film aus dem Internet herunterzuladen, hätte selbst Boris Becker mehr als zehn Tage durchgehend vor dem Rechner gesessen.

Vergleichen und sparen geht heute im Übrigen ebenfalls einfacher als damals: Über eine Verfügbarkeitsprüfung finden Sie ganz schnell heraus, welche Anbieter und welche Tarife bei Ihnen zu Hause verfügbar sind. So finden Sie ganz schnell den für Sie besten und günstigsten Anbieter. Ganz ohne Familienstreit und Überraschungen auf der Telefonrechnung.

(twi)

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