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DSL auch 2013 häufigster Internetzugang in Deutschland

14.05.2014 - 11:00

Wer hierzulande im Internet surfen möchte, nutzt dazu einen DSL-Anschluss - mit 23,2 Millionen Anschlüssen von insgesamt 28,7 Millionen Breitbandzugängen in der Bundesrepublik ist DSL auch 2013 die dominierende Anschlussart gewesen. Auf DSL folgen kabelbasierte Internetanschlüsse,  allerdings ist der Abstand riesig. Nur circa 5,2 Millionen der Breitbandanschlüsse sind Kabelanschlüsse. Soweit hat sich das Bild in den vergangenen zehn Jahren nicht verändert.

Ungefähr genau so lange gelingt es TV-Kabelnetzbetreibern aber konstant, Verbraucher von ihren Telefon- und Internetanschlüssen zu überzeugen. Denn die Anzahl der kabelbasierten Internetzugänge steigt und steigt seit 2003. Damals waren es deutschlandweit lediglich 70.000 Anschlüsse, die via Fernsehkabel Internet und Telefon bezogen. 2007 wurde die Millionenmarke geknackt und bereits 2009 waren es bereits über zwei Millionen Kabelanschlüsse für Internet und Telefon. Seitdem kamen jährlich durchschnittlich 725.000 kabelbasierte Internetzugänge hinzu.

DSL-Anteil hoch, aber wenig Wachstum seit 2010

Während der Anteil der kabelbasierten Internetanschlüsse konstant wächst, bewegt sich bei den DSL-Anschlüssen wenig. Zwar stieg der Anteil der DSL-Anschlüsse in den Jahren 2010 und 2011 noch um durchschnittlich 550.000 pro Jahr an, so hat er sich inzwischen bei rund 23 Millionen eingependelt und ist seit 2012 sogar rückläufig. Denn Ende 2012 wurden 200.000 DSL-Anschlüsse weniger gezählt als zwölf Monate zuvor. Damals waren es noch 23,5 Millionen. Ähnlich verhielt es sich im vergangenen Jahr: Waren es 2012 noch 23,3 Millionen DSL-Anschlüsse in Deutschland, belief sich die Zahl Ende 2013 auf 23,2 Millionen. Den Bärenanteil dieser Anschlüsse, nämlich 12,3 Millionen, kann die Deutsche Telekom für sich verbuchen. Die übrigen knapp 10,9 Millionen Anschlüssen teilen die übrigen DSL-Anbieter unter sich auf.

Verhalten ist hingegen das Interesse von Verbrauchern an Glasfaser-Anschlüssen via FTTH (Fibre to the home) oder FTTB (Fibre to the building). Nur knapp 68.000 Verbraucher nutzen FTTH und circa 200.000 FTTB, um schnell im Internet surfen zu können. Dabei ist das Potential dieser Zugangstechnik, der zudem von der Bundesnetzagentur herausragende übertragungstechnische Eigenschaften quittiert werden, wesentlich höher. Ungefähr 1,4 Millionen Verbraucher könnten an ein solches Glasfasernetz angeschlossen werden.

Über acht Milliarden Gigabyte Datenverbrauch im Jahr 2013

Pro Internetanschluss werden in Deutschland durchschnittlich rund 22 Gigabyte pro Monat verbraucht – zu diesem Ergebnis kam die Bundesnetzagentur ebenfalls in ihrem jüngsten Bericht. In Summe sollen demnach circa acht Milliarden Gigabyte an Daten im vergangenen Jahr durch die Kanäle geflossen sein. Das Datenvolumen das Kunden mit einem Entertain-Anschluss der Deutschen Telekom produzieren, wurde allerdings in diese beeindruckende Menge nicht eingerechnet.

Ein deutlicher Unterschied zwischen Angebot und Nachfrage zeigt sich laut dem Bericht bei der verfügbaren und tatsächlich genutzten Bandbreite bei Internetanschlüssen. Obwohl Downloadraten von bis zu 100.000 Kilbit pro Sekunde massiv beworben werden, nutzen circa 50 Prozent aller Breitband-User einen Anschluss mit weniger als 10.000 Kilobit pro Sekunde.

(awa)

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