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Studie zur Berufsunfähigkeit: Irrtümliches Sicherheitsgefühl bei jungen Leuten

23.10.2012 - 10:00

Jeder zweite Deutsche unter 30 Jahren weiß nicht, was genau unter dem Begriff Berufsunfähigkeit zu verstehen ist und kann folglich die damit verbundenen Risiken auch nicht einschätzen. Dies hat eine repräsentative Umfrage des Instituts für Management- und Wirtschaftsforschung (IMWF) ergeben, für die 1.052 Bürger befragt wurden.  

Doch auch von anderen Personengruppen, die vom Alter her nicht in die Gruppe der Berufseinsteiger unter 30 Jahren fallen, werden die Gefahren einer Berufsunfähigkeit für junge Erwerbstätige nicht korrekt eingeschätzt. So sind zwei Drittel der Deutschen gemäß dem Umfrageergebnis nicht darüber im Bilde, dass junge Menschen vor dem finanziellen Nichts stehen, wenn sie als Berufseinsteiger erwerbsunfähig werden und im Vorhinein keine privaten Vorsorgemaßnahmen getroffen haben.

Wie die IMWF-Studie zeigt, hält jeder sechste Bundesbürger die Aussage für richtig, dass ein erwerbsunfähiger Berufseinsteiger zumindest Anspruch auf eine sogenannte „Eckrente" habe, die in diesem Zusammenhang jedoch überhaupt nicht existiert.

Ferner unterliegt ein fast ebenso hoher Anteil der Befragten dem Irrglauben, dass einem jungen Menschen, der als Berufseinsteiger erwerbsunfähig wird, mindestens 60 Prozent des Nettoeinkommens zustehen, welches er normalerweise seiner Ausbildung oder seinem Bildungsstand entsprechend hätte erzielen können. Bei den unter 30-Jährigen ist sogar fast jeder Fünfte fälschlicherweise dieser Meinung.

Junge Leute sind auch über Erwerbsunfähigkeit schlecht informiert

Auch was den Begriff der Erwerbsunfähigkeit betrifft, weisen junge Leute eine erhebliche Wissenslücke auf: Der repräsentativen Befragung zufolge wissen nur etwa 50 Prozent der Bundesbürger unter 30 Jahren, dass eine Person erst als erwerbsunfähig beziehungsweise voll erwerbsgemindert erachtet wird, wenn sie krankheitsbedingt nur noch weniger als drei Stunden täglich einer ─ wie auch immer gearteten ─ Arbeit nachgehen kann.

 

Vielmehr würde sich jeder dritte Berufseinsteiger selbst schon als erwerbsunfähig einstufen, wenn er aus Krankheitsgründen seinen bisherigen Beruf nicht mehr ausüben kann und krankheitsbedingt nur noch einer schlechter bezahlten Beschäftigung nachkommen könnte.

Im Gegensatz dazu wissen allerdings 84 Prozent der Menschen im Ruhestand ─ die Bevölkerungsgruppe, die ihr aktives Erwerbsleben bereits hinter sich hat ─ darüber Bescheid, wann eine Person dem Gesetz nach als erwerbsunfähig gilt. Jedoch ist bei den Umfrageteilnehmern über alle Altersgruppen hinweg nur jedem Siebten bewusst, wie niedrig ─ im Vergleich zu einem durchschnittlichen Nettoverdienst ─ die staatliche Unterstützung in Form der Erwerbsminderungsrente ausfällt.

Nachdem der Staat also bei Berufsunfähigkeit für Betroffene ab dem Geburtsjahr 1962 überhaupt nichts zahlt und selbst bei vorliegender Erwerbsunfähigkeit erst einige Voraussetzungen für den Erhalt des staatlichen Zuschusses erfüllt sein müssen, empfiehlt es sich, über private Vorsorgemaßnahmen für den Ernstfall nachzudenken.

Berufsunfähigkeitsversicherung sollte frühzeitig abgeschlossen werden

Da verschiedene Statistiken nahelegen, dass rund jeder vierte Arbeitnehmer seinen erlernten oder ausgeübten Beruf krankheits- oder unfallbedingt frühzeitig aufgeben muss, ist es sinnvoll, bereits als Berufseinsteiger den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung in Erwägung zu ziehen. Bei der Suche nach einem günstigen, aber dennoch leistungsstarken Versicherungstarif hilft Ihnen der kostenlose und unverbindliche CHECK24-Vergleichsrechner.

 

(kro)

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