0800 - 24 24 123
Telefonische Expertenberatung
Sie sind hier:

Von Phantom- und Abrechnungsdiagnosen: Was Sie bei einem BU-Antrag beachten sollten

03.03.2017 - 10:50

Wer eine Berufsunfähigkeitsversicherung abschließen möchte, muss zunächst einmal Gesundheitsfragen der letzten fünf bis zehn Jahre beantworten. Um einen gültigen Versicherungs­schutz zu erhalten, ist es entscheidend, diese Antragsfragen vollständig zu beantworten und sich im Vorfeld über seine Arztbesuche zu informieren.

Arzt und Patientin im Gespräch
Meist wissen Verbraucher gar nicht, welche Diagnosen die Ärzte den Krankenkassen melden.

So kann bereits eine Massage zu Problemen führen. In den Augen des Patienten war es vielleicht nur eine vorbeugende Gesundheitsmaßnahme. Der Arzt hatte tatsächlich aber eine Fehlstellung der Wirbelsäule diagnostiziert.

Wer so etwas im Antrag auf seine Berufsunfähigkeitsversicherung nicht angibt, hat im Leistungsfall große Probleme.

Wird eine solche Behandlung nicht angegeben, ist dies eine Verletzung der vorvertraglichen Anzeigepflicht.

Die Versicherung kann dann unter Umständen den Vertrag anfechten und im schlimmsten Fall die Auszahlung der vereinbarten Rente verweigern – der Versicherungsschutz würde nicht greifen.
 

Ärzte machen Patienten auf dem Papier kränker

Was das Problem verschärft: Ärzte geben in Einzelfällen sogar bewusst schwerere Diagnosen an, um mehr Geld von der Krankenkasse zu erhalten. Der Chef der Techniker Krankenkasse, Jens Baas, hatte im letzten Jahr öffentlich zugegeben, dass es dieses Problem bei den Kassen tatsächlich gibt.

So wird aus einer leichten Erschöpfung auf dem Papier eine Depression oder aus den Rückenverspannungen ein chronisches Bandscheiben-Leiden.

Was bedeutet das für Verbraucher, die eine BU-Versicherung abschließen wollen? Sie sollten ihre Gesundheitsgeschichte aufarbeiten, bevor sie einen Antrag stellen.

Bei Ihrer Krankenkasse den Auszug aus der Krankenakte anfordern

Meist benötigt man für die Fragen im Antrag die Angaben für die letzten fünf Jahre. Bei einem stationären Krankenhausaufenthalt fragen die Versicherungen sogar nach den letzten zehn Jahren.

In der Regel erhalten Sie diesen Auszug von Ihrer Krankenkasse direkt per Post innerhalb von wenigen Tagen zugesendet.

Enthält der Auszug Ihnen unbekannte Erkrankungen, kontaktieren Sie möglichst Ihren Arzt und klären Sie diese Einträge persönlich.

Ist eine Diagnose in Ihren Augen falsch, sollten Sie den Arzt bitten, diese zu korrigieren. Am besten erläutert der Arzt in diesem Fall in einem kurzen Schreiben, warum seine frühere Diagnose nicht mehr gilt.

Der Vorteil: Sie haben Ihre Krankengeschichte dann detailliert aufgearbeitet und können die Gesundheitsfragen wahrheitsgemäß beantworten.

Die Experten von CHECK24 helfen weiter

Bei Fragen helfen Ihnen die Experten von CHECK24 gerne weiter. Unsere Berater sind auf die Berufsunfähigkeitsversicherung spezialisiert und unterstützen Sie dabei, die Gesundheitsfragen richtig auszufüllen.

Ein weiterer Service von uns: Wir prüfen gleich online, zu welchen Konditionen Sie sich versichern können. Nach Beantwortung der Gesundheitsfragen sehen Sie auf einen Blick, bei welchen Gesellschaften Sie sich zu welchen Monatsbeiträgen versichern können – eine wichtige Hilfe auf dem Weg zu Ihrem Versicherungsschutz.

Weitere Artikel: