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Psychische Erkrankungen häufig der Grund für Berufsunfähigkeit

18.11.2010 - 12:56

Durchschnittlich jeder vierte Arbeitnehmer in Deutschland wird im Laufe seines Erwerbslebens berufsunfähig – zumindest vorübergehend. Wer vor 1961 geboren wurde hat in diesem Fall Anspruch auf eine gesetzliche Berufsunfähigkeitsrente. Jüngere Menschen können bei Berufsunfähigkeit nicht auf eine Absicherung aus der gesetzlichen Rentenversicherung  zurückgreifen und müssen sich privat um eine Berufsunfähigkeitsversicherung kümmern.

Die Anzahl der Berufsunfähigkeiten aufgrund psychischer Erkrankungen nimmt stetig zu. Rund 40 Prozent der Berufsunfähigen können aufgrund mentaler Krankheiten ihren Beruf nicht ausüben. Vor zehn Jahren lagen die Zahlen noch bei zehn Prozent. Schätzungen von Experten zufolge wird dieser Wert noch weiter zunehmen.

Gründe für die psychischen Krankheiten der deutschen Arbeitnehmer sind Stress, Angst vor Arbeitslosigkeit, sinkende Löhne, steigender Druck im Job und die allgemein ungünstige Wirtschaftslage. Frauen scheinen dabei anfälliger zu sein als ihre männlichen Kollegen – 44 Prozent der Fälle von Berufsunfähigkeit lassen sich hier auf eine psychische Krankheit zurückführen. Bei Männern wird Berufsunfähigkeit zu 32 Prozent durch seelische Erkrankungen ausgelöst.

Seit 1990 hat sich die Anzahl der durch psychische Beschwerden bedingten Krankschreibungen verdoppelt. Bei Arbeitslosen ist das Risiko einer Berufsunfähigkeit durch mentale Probleme etwa drei- bis viermal höher als bei Erwerbstätigen. Zusätzlich lässt sich beobachten, dass Angestellte im Dienstleistungssektor besonders häufig betroffen sind. Die Kluft zwischen beruflichen Leistungen und der entsprechenden Entlohnung bzw. Anerkennung scheint hier besonders gravierend zu sein.

(tei)

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