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Baufinanzierung: Zinstief jetzt noch nutzen

03.05.2013 - 18:00

Die Zinsen für Immobilienkredite haben bereits Anfang der Woche ein neues Allzeittief erreicht. Die Interhyp  AG, Deutschlands größter Vermittler für private Baufinanzierungen, meldete am Donnerstag, dass für zehnjährige Darlehen derzeit Zinsen von unter 2,3 Prozent pro Jahr möglich sind.

Michiel Goris, Vorstandsvorsitzender der Interhyp, rät Verbrauchern, die aktuell eine Immobilie finanzieren möchten oder eine  Anschlussfinanzierung planen, daher zu schnellem Handeln. In einer Pressemitteilung des Unternehmens sagte Goris weiter, dass der Spielraum für weitere Senkungen im Baugeld gering sei.

Experte rechnet mit steigenden Zinsen

In der mittleren und langen Frist sei mit hoher Wahrscheinlichkeit wieder mit Zinserhöhungen zu rechnen. Nach einer kurzzeitigen Erhöhung am Jahresbeginn waren die Baugeldzinsen in den vergangenen drei Monaten bis auf das sehr niedrige aktuelle Niveau gesunken, resümiert Goris die Entwicklungen weiter.

Da das sich Zinsniveau in nächster Zeit ändern wird, rät der Baufinanzierungsexperte Verbrauchern, sich gegen die Risiken eines zukünftigen Zinsanstieges abzusichern. Goris legt Baufinanzierern daher nahe, die Zinsen etwa für fünfzehn oder zwanzig Jahre festzuschreiben und von Anfang an hoch zu tilgen. So erhöhen Schuldner die Wahrscheinlichkeit, einen Großteil des Darlehens getilgt zu haben, bevor die Zinsen für Baufinanzierungen wieder stark ansteigen.

Deutsche Staatsanleihen bescheren aktuelles Zinstief

Der gestrige Beschluss der Europäischen Zentralbank, den Leitzinses in der Euro-Zone auf ein Allzeittief zu senken hängt nicht mit dem erneuten Zinstief beim Baugeld zusammen: Der Leitzins ist lediglich für kurzfristigen Darlehen  wie Dispo- oder Ratenkredite ausschlaggebend. Die Zinsen für langfristige Darlehen, also Baufinanzierungen und Immobilienkredite, richten sich nach den Zinsen für Staatsanleihen und Pfandbriefe.

Da Verbraucher weiterhin von risikoreichen Geldanlagen wie Aktien oder Fonds verunsichert sind, ist die Nachfrage nach deutschen Staatsanleihen entsprechend hoch. Diese hohe Nachfrage senkt wiederum die Preise für Staatsanleihen und hält die Konditionen für Immobilienkredite und Baufinanzierungen daher auf dem aktuell noch niedrigen Niveau. Die zehnjährige DGZF-Rendite, die für die Entwicklung der Baugeld-Konditionen maßgeblich ist, war in der vergangenen Woche ebenfalls auf ein neues Rekordtief von 1,6 Prozent gefallen.

(as)

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