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Mit diesen Kniffen sparen Sie bei der Grunderwerbsteuer

05.03.2015 - 10:15

Wer sich aufgrund der aktuell besonders niedrigen Baugeld-Zinsen zum Kauf eines Eigenheimes entscheidet, realisiert meist nicht nur für sich selbst einen Lebenstraum, sondern macht gleichzeitig auch den deutschen Staat glücklich: Beim Kauf einer Immobilie verdient der Fiskus je nach Bundesland zwischen 3,5 und 6,5 Prozent des Kaufpreises über die anfallende Grunderwerbsteuer. Im Falle des durchschnittlichen Kaufpreises eines Einfamilienhauses in Höhe von 300.000 Euro werden zwischen Schleswig-Holstein und Bayern daher Zusatzkosten zwischen 10.000 und knapp 20.000 Euro fällig. Wer unsere Spartipps berücksichtigt, kann an dieser Stelle jedoch bares Geld sparen.

Dabei ist es besonders wichtig, diese Kniffe bereits rechtzeitig zu kennen und zu berücksichtigen, bevor der tatsächliche Kaufvertrag der Immobilie aufgesetzt wird: Die Grunderwerbsteuer wird zwar nur einmalig fällig, berechnet sich jedoch nach der Höhe des Kaufpreises von Objekt und Grundstück, die im Kaufvertrag festgehalten ist – wer hier daher einige Weichen stellt, kann oftmals hohe Ausgaben sparen. Unsere Hinweise sind dabei vollkommen legal, Immobilienkäufer müssen keineswegs befürchten, gegen das Gesetz zu verstoßen oder Steuern zu hinterziehen.

Inventar nicht in Immobilienkaufpreis einrechnen

Mit diesen Tipps lässt sich bei der Grunderwerbsteuer sparen!
Da die Höhe der fälligen Grunderwerbsteuer sich nach dem Kaufpreis von Immobilie und Grundstück richtet, besteht eine besonders einfache Einsparmöglichkeit darin, den Kaufpreis zu reduzieren, der im Vertrag ausgewiesen wird. Wer daher gemeinsam mit einer Bestandsimmobilie eine hochwertige Einrichtung, beispielsweise eine Einbauküche, Kamin oder Möbel übernimmt, sollte deren Kaufpreis nicht in den Kaufvertrag der eigentlichen Immobilie einschließen, sondern separat mit dem Verkäufer verrechnen. Auf diese Weise sinken der zu versteuernde Kaufpreis des Objektes und damit auch die anfallende Grunderwerbsteuer.

Tipp: Heizölbestände, die mit dem Kauf der Immobilie übernommen werden, können ebenfalls auf diese Weise verrechnet werden. Käufer von Eigentumswohnungen sollten zudem die Instandhaltungsrücklage, die beim Verkauf an den bisherigen Eigentümer ausgezahlt werden muss, nicht in den Kaufvertrag der Wohnung einrechnen sondern ebenfalls in einer gesonderten Forderung verrechnet werden.

Grundstück und Baukosten separat abrechnen

Wer kein bestehendes Objekt kauft, sondern sich sein Traumhaus nach eigenen Wünschen baut, kann mit einem kleinen Trick ebenfalls an der fälligen Grunderwerbsteuer sparen, da hier die Möglichkeit besteht, nur den Grundstückskauf zu besteuern. Die fällige Abgabe wird in diesem Fall nur auf den Grundstückspreis, nicht auf die gesamten Baukosten des Hauses gezahlt, wenn Verkäufer des Grundstück und beauftrage Baufirma rechtlich unabhängige und völlig verschiedene natürliche oder juristische Personen sind. Werden die Wunschimmobilie und das dazugehörige Grundstück von einem einzelnen Bauträger erstanden, besteht das Risiko, nachträglich den gesamten Kaufpreis versteuern zu müssen. Wer sich nach dem Kauf des Grundstückes indes selbst um ein Bauunternehmen und die jeweiligen Handwerker für den Bau des Traumhauses kümmert, ist auf der sicheren Seite. Auf diese Weise kann verhindert werden, dass das Finanzamt nachträglich möglicherweise ein sogenanntes „einheitliches Vertragswerk“ unterstellt und eine Steuernachzahlung verlangt.

Da die Grunderwerbsteuer eigentlich sowohl für den Käufer, als auch für den Verkäufer anfällt – in der Praxis jedoch vom neuen Immobilienbesitzer bezahlt werden muss – besteht natürlich zu guter Letzt auch die Möglichkeit, sich die anfallende Steuerlast zwischen beiden Parteien aufzuteilen. Eine derartige Vereinbarung müsste jedoch vor dem Kauf festgehalten werden und erfordert unter Umständen ein gewisses Verhandlungsgeschick.

Dank dieser einfachen Tipps ist es meist ein leichtes, die Höhe der Grunderwerbsteuer um einige hundert, wenn nicht gar tausend Euro zu sparen und den Traum von den eigenen vier Wänden so noch günstiger zu machen, als er dank der aktuell günstigen Baufinanzierungsangebote sowieso schon ist.

(as)

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