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Hausbanken vergeben trotz niedriger Zinsen teure Baudarlehen

04.10.2011 - 14:36

Obwohl sich die Zinsen für Baudarlehen derzeit auf niedrigem Niveau befinden, vergeben zahlreiche Hausbanken weiterhin zu teure Kredite. Oftmals offerieren diese erst einen günstigeren Zinssatz, wenn der Kunde ein besseres Angebot der Konkurrenz präsentiert. Daher gilt: Ein Vergleich im Vorfeld ist bares Geld wert.

Bauzinsen sind günstig wie nie – wer eine Baufinanzierung plant, sollte deshalb jetzt zuschlagen. Gegenwärtig liegt der durchschnittliche Satz für Bauzinsen bei 3,2 Prozent. Noch vor fünf Monaten war dieser um einen Prozentpunkt höher. Schuld daran ist die Euro-Krise. Der Gang zur Hausbank ist allerdings nicht unbedingt der beste Weg. Zuvor sollten potenzielle Kreditnehmer einen kostenlosen Vergleich der Baudarlehen verschiedener Banken durchgeführen. Peter Lischke, Finanzexperte der Verbraucherzentrale Berlin, weist im Nachrichtenmagazin „Welt Online“ auf zwei entscheidende Fehler der Baufinanzierer hin: „Sie nehmen zu teure Kredite auf und tilgen zu wenig." Auf diese Weise werden Zehntausende von Euro verschenkt.

Angebote verschiedener Banken einholen

Nicht jedes Kreditinstitut bietet zur Finanzierung Ihres Eigenheims einen preiswerten Kredit an. Insbesondere Hausbanken machen es sich zu Nutzen, dass viele Kunden zuerst hier anfragen. „Weil die Institute das wissen, versuchen sie häufig, treuen Kunden teurere Kredite anzudrehen", so Lischke. Aus diesem Grund ist immer ein Baufinanzierung Vergleich ratsam, um der Hausbank dann gegebenenfalls das günstigere Baudarlehen zu präsentieren und so einen preiswerteren Zinssatz auszuhandeln. Je niedriger der effektive Jahreszins des Kredites ist, desto günstiger sind die Gesamtkosten. Da Vergleichsportale wie CHECK24 mit vielen Anbietern zusammenarbeiten, können sie die Baukredite mit den geringsten Zinsen heraussuchen.

Baudarlehen schnellstmöglich tilgen

Die Verbraucherschützer weisen ebenfalls darauf hin, dass der Baukredit zur Reduzierung der Gesamtkosten auf schnellstem Weg zurückgezahlt werden sollte. Dabei sollten Sie einen Baukredit wählen, bei dem Sie Sondertilgungen leisten können. Zudem ist eine hohe Anfangstilgungsrate von mindestens drei Prozent empfehlenswert. Dadurch wird Ihr Ausfallrisiko vermindert und die Bauzinsen sinken. Wählen Sie zudem eine möglichst lange Zinsbindung, um lange von den billigen Zinsen zu profitieren. Sollten die Bauzinsen auf dem Finanzmarkt während dieses Zeitraums sinken, haben Sie nach zehn Jahren Laufzeit die Möglichkeit, die Baufinanzierung frühzeitig abzulösen. Dabei wird keine Vorfälligkeitsentschädigung fällig.

Den Hausbau richtig finanzieren

Lischke rät Verbrauchern von einem Immobilienkredit ab, wenn diese keine anfängliche Tilgungsrate von drei Prozent bei den derzeit billigen Bauzinsen tragen können. „Bei einer Tilgungsrate von einem Prozent beträgt die Restschuld bei einem Darlehen über 100.000 Euro nach zehn Jahren noch 88.208,53 Euro", so der Experte. Die Berechnung basiert auf einen Durchschnittszinssatz von 3,24 Prozent im Jahr. Ist das Zinsniveau zum Zeitpunkt der Anschlussfinanzierung zusätzlich um zwei Prozentpunkte höher, steigt die Monatsrate um ganze 30 Prozent. Familien laufen dann Gefahr im Schuldensumpf zu versinken.

Im Vorfeld können Sie selbst berechnen, wie viel Geld Ihnen monatlich für die Raten des Baudarlehens zur Verfügung steht. Dazu wird die Höhe Ihres Eigenkapitals addiert, woraus sich der maximale Betrag des Objektes ergibt. Beziehen Sie bei Ihrer Berechnung auch stets zusätzliche Kosten für eine Autoreparatur oder einen neuen Kühlschrank ein. Wenn Sie all diese Punkte beachten, wird die Finanzierung Ihres Eigenheims ohne Komplikationen verlaufen.

(sb)

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