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Den richtigen Kredit für Ihre Eigentumswohnung finden

18.01.2014 - 12:00

Die Zinsen sind so niedrig wie noch nie. Für viele Verbraucher rückt so der Traum vom Eigenheim in greifbare Nähe. Trotz oder gerade wegen der aktuell besonders günstigen Konditionen lauern bei der Finanzierung der Eigentumswohnung einige Gefahren. Verbraucher sollten zudem wichtige Details beachten, wie beispielsweise die richtige Zinsbindung oder etwaige Vorfälligkeitsentschädigungen. Wir zeigen Ihnen, worauf Sie beim Kredit für Ihre Eigentumswohnung achten müssen.

Bei der Immobilienfinanzierung gibt es bestimmte Feinheiten, die Verbraucher unbedingt vor dem Kreditabschluss kennen sollten. Dazu gehören neben der Zinsbindung und Anschlussfinanzierung auch die Vorfälligkeitsentschädigung und die Wahl der richtigen Monatsrate. Außerdem stellen wir ihnen vor, wann Sie die staatliche Förderung nutzen können.

Das müssen Sie bei der Immobilienfinanzierung beachten

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Gerade in der aktuellen Niedrigzinsphase ist eine lange Zinsbindung von Vorteil. Viele Verbraucher möchten sich die aktuell günstigen Konditionen auch für die Zukunft sichern und streben daher eine lange Festschreibung des Zinsniveaus an. Die Zinsbindung liegt aus diesem Grund auf einem Rekordniveau: Durchschnittlich 13 Jahre waren die Zinsen bei der Aufnahme von Immobilienkrediten im Jahr 2012 festgeschrieben.

Von ansteigenden Marktzinsen ist der Kreditnehmer innerhalb der Zinsbindung nicht betroffen – ein großer Vorteil. Umso härter trifft sie dann jedoch das Ende ihrer Zinsbindungsfrist. Aus diesem Grund sollten sich Kreditnehmer schon bei Kreditabschluss Gedanken darüber machen, ob sie in Zukunft auch bei höheren Zinssätzen ihre monatlichen Raten begleichen können.

Zudem lohnt es sich, trotz der niedrigen Zinsen genügend Eigenkapital mitzubringen – in der Regel wird hier ein Eigenkapitalanteil von etwa 20 Prozent empfohlen. Auch die Laufzeiten des Kredites für die Eigentumswohnung sollten nicht zu lang gewählt werden, denn als Faustregel gilt: Je länger der Kredit abbezahlt wird, desto höher sind die Gesamtkreditkosten. Verbraucher sollten die monatliche Rate daher nicht zu hoch, aber auch nicht zu niedrig ansetzen, um zu lange Tilgungszeiten zu vermeiden.

Auch eine vorzeitige Abzahlung des Immobilienkredites ist möglich. Diese lohnt sich etwa dann, wenn der aktuelle Zinssatz im Vergleich zu dem bei Vertragsabschluss wesentlich niedriger liegt. Wenn Kreditnehmer einen Kredit vor dem Ende der Laufzeit abbezahlen, ist das oft mit hohen Kosten verbunden. Der Bank entgehen in so einem Fall Zinseinnahmen, diese berechnet sie dem Kunden in der Vorfälligkeitsentschädigung. In Einzelfällen können Kreditnehmer die Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vermeiden. Etwa dann, wenn im Kreditvertrag eine kostenlose Sondertilgung vereinbart wurde oder auch dann, wenn der Kreditnehmer Formfehler im Kreditvertrag bemerkt.

Staatliche Förderung nutzen

Etwa jeder Vierte nutzt beim Kauf oder Bau des Eigenheimes staatliche Fördermaßnahmen, das ergab eine Allensbach-Studie. Die bekannteste Unterstützung liefert dabei die Kreditanstalt für Wiederaufbau, kurz KfW. Jeder, der sich eine Eigentumswohnung oder ein Eigenheim kauft, kann einen Kredit in Höhe von bis zu 50.000 Euro von der größten nationalen Förderbank der Welt erhalten.

Die Konditionen des KfW-Wohneigentumprogramms sind besonders günstig: Der effektive Jahreszins liegt bei 2,12 Prozent und kann sowohl für den Kauf, als auch für die Instandsetzung, Umbau oder Modernisierung verwendet werden. Der sogenannte Kredit 124 eignet sich für natürliche Personen, die Eigentumswohnungen erwerben, die sie selbst nutzen. Die Förderungen können von Verbrauchern dabei nicht direkt beantragt werden, sondern müssen über andere Banken vergeben werden. Dazu wenden sich Verbraucher einfach an eine Bank ihrer Wahl, die die KfW-Förderkredite anbietet. Der Antrag auf Förderung muss dabei unbedingt vor Beginn des Immobilienkaufs gestellt werden. Dazu sollte vor dem Erwerb der Eigentumswohnung ein Termin mit ihrem Finanzierungsberater vereinbart werden. Sobald Sie dann die Zusage für Ihre Förderung haben, kann der Kaufvertrag abgeschlossen werden.

Achtung: Die KfW verlangt keine Mindestkreditsumme. Auch, wenn Sie deutlich unter dem Kreditbetrag von 50.000 Euro bleiben, können Sie die Finanzierung über die KfW nutzen. So manche Hausbank vermittelt die Kredite ungern, denn sie möchte ihre eigenen, meist deutlich teuren Kredite an den Kunden bringen. Verbraucher müssen in vielen Fällen also hartnäckig bleiben. Sollten Sie hingegen eine Kreditsumme über 50.000 Euro benötigen, sollten Sie für die Kreditaufnahmen nicht automatisch zu ihrer Hausbank gehen. Im Vorfeld sollten Verbraucher verschiedene Angebote einholen und vergleichen. Das geht einfach, bequem und Schufa-neutral über einen Kreditrechner im Internet.

(bm)

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