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Fehler vermeiden: Ohne Eigentor ins Eigenheim

15.09.2015 - 14:25

Baufinanzierung
Ein eigenes Haus, (mindestens) ein Kind und einen Baum pflanzen – Wünsche, die nach wie vor ganz oben auf der Liste der Lebensziele vieler Verbraucher stehen. Während wir uns mit Tipps zu den Themen Fortpflanzung und Pflanzenzucht zurückhalten möchten, haben wir wichtige Stolperfallen und Tipps rund um die Finanzierung Ihres Eigenheimes zusammengefasst.

Ohne Frage: Wer schon länger den Traum von den eigenen vier Wänden hegt, sollte aktuell lieber früher als später aktiv werden. Nach einem kurzen Zinsanstieg sind die Baugeldkonditionen kürzlich zwar leicht gesunken – wie sich die Zinsen künftig entwickeln, ist jedoch ungewiss. Ist die passende Immobilie gefunden, sollte daher nicht länger gezögert werden. Der Kauf des Eigenheimes ist ein oft komplexes und langwieriges Geschäft – entsprechend viele Stolperfallen können sich künftigen Eigenheimbesitzern in den Weg stellen. Wer diese zu umgehen weiß, kann einfach unnötige Kosten vermeiden.

Faktor Eigenkapital: Wie viel brauche ich auf der hohen Kante?

Das eingebrachte Eigenkapital spielt bei der Finanzierung der eigenen Immobilie eine wichtige Rolle: Wie viel Erspartes in den Objekterwerb eingebracht wird, wirkt sich bei vielen Banken auf die Höhe der maximal verfügbaren Baufinanzierung und auf deren Konditionen aus. Als Faustregel gilt: Bringt ein Kunde 20 bis 30 Prozent des Finanzierungpreises als Eigenkapital ein, geben die meisten Banken die günstigsten Konditionen. 

Doch Vorsicht: In den Kaufpreis sollte nicht der gesamte verfügbare Geldbetrag eingebracht werden. Kauf- oder Baunebenkosten, wie beispielsweise Notar- und Grundbuchkosten, können meist nicht über die Bankfinanzierung beglichen werden. Vom verfügbaren Eigenkapital müssen diese Kosten demnach abgezogen werden und stehen fortan nicht für die Finanzierung des Kaufpreises zur Verfügung. 

Wer den Immobilienkauf im Übrigen gänzlich ohne eigene Ersparnisse plant, hat bei bestimmten Geldinstituten zwar die Möglichkeit, sogenannte Vollfinanzierungen in Höhe des gesamten benötigten Geldbetrages zu erhalten – auch Baufinanzierungen über den Kaufpreis- oder die Baukosten des Objektes sind in Einzelfällen möglich. Aufgrund der langen Laufzeiten und hohen Geldbeträge ist von einer derartigen Finanzierung jedoch in der Regel abzuraten, da damit auch ein hohes Risiko für den Kreditnehmer einhergeht. Ändert sich das Niveau der Baugeldzinsen oder das Einkommen des Darlehensnehmers während der meist über Jahrzehnte andauernden Laufzeit, könnten  schnell Rückzahlungsschwierigkeiten auftreten.

Ohne Bank geht meist nix – welcher Betrag wird benötigt? 

Ohne die Baufinanzierung von einer Bank schaffen es nur die wenigsten Verbraucher in die eigenen vier Wände – denn ausreichend Geld, um die gesamten Kauf- oder Baukosten inklusive der anfallenden Nebenkosten aus Eigenmitteln zu zahlen, dürften nur die wenigsten auf ihrem Sparkonto gebunkert haben. 

Die Höhe der benötigten Baufinanzierung trägt entscheidend zu den Gesamtkosten des Eigenheimes bei, daher ist es wichtig, weder zu viel, noch zu wenig Geld von der Bank zu leihen. Den optimalen individuellen Finanzierungsbetrag ermitteln Verbraucher, in dem das gesamte Eigenkapital, das für den Objekterwerb eingesetzt werden soll, von den anstehenden Kauf- oder Baukosten inklusive anfallender Nebenkosten abgezogen wird. Um einen realistischen Finanzierungsbetrag zu erhalten, sollten zu Letzteren auch mögliche Aufwendungen für Makler, Möbel oder den Umzug ins neue Eigenheim gezählt werden. 

Unser Tipp: Versuchen Sie zudem einen Anteil des benötigten Geldes über ein subventioniertes Darlehen der staatlichen KfW-Bankengruppe abzudecken. Diese Kredite werden vom Staat bezuschusst und sind daher besonders zinsgünstig. 

Nicht einfach raten: So kalkulieren Sie Ihre optimale Rate

Haben Sie Ihren Finanzierungsbedarf ermittelt, ist der Weg zur passenden Baufinanzierung nicht mehr weit: Um die Angebote mehrerer Banken vergleichen zu können, müssen jetzt noch die passende monatliche Rate und die Dauer der Sollzinsbindung ermittelt werden. Diese Faktoren bestimmen, nach welchem Zeitraum Sie tatsächlich Eigentümer Ihrer eigenen vier Wände sind und die Bankfinanzierung komplett getilgt haben. 

Durch die Sollzinsbindung wird vereinbart, über welchen Zeitraum der Bankkunde einen zuvor festgelegten Zins für seine Hausfinanzierung zahlt – entsprechend kann auch die Rate nur über diesen Zeitraum festgelegt werden. Nach Ablauf der Sollzinsbindung ändern sich mit dem Zins auch die Höhe der monatlichen Tilgung und somit eventuell die verbleibende Laufzeit der Immobilienfinanzierung. Die maximale monatliche Rate ermitteln Verbraucher besonders schnell und einfach über eine Haushaltsrechnung, in der sämtliche regelmäßigen Ein- und Ausgaben gegenübergestellt werden. Der so verbleibende Betrag entspricht der höchstmöglichen Rate, die monatlich in die Rückzahlung des Immobiliendarlehens eingebracht werden kann.

Unser Tipp: Setzen Sie nicht den maximal verfügbaren Betrag als Rate für Ihre Baufinanzierung an. Sollten unerwartete Ausgaben anfallen, würde Ihnen in diesem Fall der finanzielle Spielraum fehlen – Anschaffungen müssten entweder ebenfalls finanziert werden oder Sie wären nicht in der Lage Ihre Rate  zu überweisen. 

Anhand der nun ermittelten Faktoren, Finanzierungsbedarf, Sollzinsbindung und Ratenhöhe können Sie sich über unseren Baufinanzierungsvergleich Angebote verschiedener Banken einholen und mit Hilfe der kostenlosen Beratung unserer Finanzierungsexperten ein passendes Angebot für Ihren Traum vom Eigenheim wählen. 

Baufinanzierung ohne Bauchschmerz – wer unsere kleinen Tipps und Ratschläge vor dem ersten Bankbesuch beherzigt, kann sich gänzlich und unbesorgt in das aufregende Projekt Eigenheim stürzen.
(as)

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