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So wichtig ist das Eigenkapital für die Baufinanzierung

10.04.2013 - 10:17

 Für Bauherren, die planen den Traum vom Eigenheim durch einen Immobilienkredit zu finanzieren, sind zwei Faktoren von entscheidender Bedeutung: Die Höhe der Baugeldzinsen und der Anteil an Eigenkapital, der in die Finanzierung mit eingebracht wird. Wie viel Bauherren mit einem höheren Eigenkapitalanteil sparen können, zeigt das folgende Rechenbeispiel.

Die Zinsen für Baufinanzierungen befinden sich immer noch auf einem historisch niedrigen Stand - perfekte Zeiten für Bauherren! Laut einer aktuellen Untersuchung des Baufinanzierers Interhyp stecken deutsche Bauherren ihr Erspartes zudem momentan verstärkt in die Finanzierung des Eigenheims, anstatt das Geld zur Bank zu tragen. Die Höhe der Baufinanzierungen, die über den Spezialisten abgeschlossen wurde, lag 2011 durchschnittlich bei 198.000 Euro, im Jahr 2012 nur noch bei 193.000 Euro.

Auch der Beleihungsauslauf, also der Prozentteil des Objektwertes, der durch einen Kredit beliehen wird, ging laut der Analyse in den vergangenen Monaten zurück. Aktuell liegt der durchschnittliche Beleihungswert bei circa 75 Prozent. Diese Zahl sagt aus, dass Immobilienkäufer 25 Prozent des Kaufpreises mit Eigenkapital abdecken.

Je höher das Eigenkapital, desto günstiger die Baufinanzierung

Verschiedene Eigenkapitalquoten wirken sich markant auf die gesamten Finanzierungskosten des Immobilienkaufes aus, wie das folgende Rechenbeispiel belegt: Ausgangssituation ist der Kauf einer Immobilie zum Preis von 250.000 Euro, die Sollzinsbindung wird mit der Bank auf zwanzig Jahre festgelegt, nach dieser Zeit soll der Kredit vollständig getilgt sein. Der Interessent A bringt lediglich 20 Prozent des Kaufpreises als Eigenkapital in die Finanzierung ein und muss daher einen Kredit in Höhe von 200.000 Euro aufnehmen. Da der Eigenkapital-Anteil sehr gering ist, verlangt die Bank einen höheren Zinssatz. Das günstigste Angebot für eine risikoreiche 80-Prozent-Finanzierung liegt aktuell bei einem Zinssatz von 2,29 Prozent. In dieser Variante beträgt die monatlich fällige Darlehensrate 1.037,18 Euro. Nach Ablauf der zwanzig Jahre Zinsbindung hat der Kreditnehmer bereits fast 50.000 Euro an Zinsen gezahlt, der gesamte Aufwand innerhalb der Zinsbindung beträgt 248.924,21Euro.

Hohe Eigenkapitalquote zahlt sich aus

Interessent B hat bereits 40 Prozent der Kaufsumme als Eigenkapital angespart und muss nur 150.000 Euro von der Bank aufnehmen. Da diese Finanzierung für die Bank weniger risikoreich ist, bekommt Kunde B einen Zinssatz von 2,18 Prozent - auch dies entspricht dem aktuell günstigsten Angebot für eine derartige Immobilienfinanzierung. Bei der Volltilgung nach zwanzig Jahren muss der Kunde bei dieser Finanzierungsvariante monatliche Raten in Höhe von 770,14 Euro bezahlen. Nach Ablauf der zwanzigjährigen Rückzahlung betrug der Gesamtaufwand für den Schuldner bereits 185.000 Euro, davon  fallen 34.832,95 Euro auf die Zinszahlungen ab.

VarianteEK-AnteilKredithöheZinssatzMonatl. Rategesamte ZinsenGesamtaufwand
A20 %200.000 €2,29 %1.037,18 €48.924,21 €248.924,21 €
B40 %150.000 €2,24 %770,14 €34.832,95 €184.832,95 €
Differenz- 50.000 €- 267,04 €- 14.091,26 €- 64.091,26 €
Der Immobilienkäufer, der vor Beginn der Finanzierung eine Eigenkapitalquote von 40 Prozent anspart, kann also einiges sparen: Im Vergleich zur 80-Prozent-Finanzierung fällt die monatliche Rate ganze 267,04 Euro niedriger aus. Der Gesamtaufwand ist bei Variante B stolze 12.091,26 Euro niedriger als bei Variante A.

Ein hoher Anteil an Eigenkapital verbessert nicht nur die Darlehenskonditionen für den Kreditnehmer, sondern verringert auch die monatliche Ratenzahlung und spart viele Zinsen!

(as)

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