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Anschlussfinanzierung - Wie schuldet man einen Immobilienkredit um?

14.01.2014 - 12:00

Einen Kredit für die Finanzierung des Eigenheimes bei einer Bank aufzunehmen gehört zu den größeren und schwerwiegenderen Entscheidungen, die ein Mensch im Laufe seines Lebens trifft. Bereits beim Abschluss der Finanzierung müssen sehr wichtige Entschlüsse gefasst werden, die die finanzielle Situation eines Verbrauchers für einen längeren Zeitraum beeinflussen. Die schlechte Nachricht: Mit der Vertragsunterzeichnung der passenden Immobilienfinanzierung ist es leider noch nicht getan. Die gute Nachricht: Wir zeigen Ihnen, wie Sie auch mit der Wahl der richtigen Anschlussfinanzierung sparen können.

Insbesondere Verbraucher, die bereits vor einigen Jahren die Entscheidung für einen kreditfinanzierten Immobilienerwerb getroffen haben, können sich jetzt freuen: Das aktuelle Zinsniveau von Immobilienkrediten und Baufinanzierungen ist auf einem historischen Tiefstand – wer jetzt die richtige Anschlussfinanzierung findet, kann richtig viel Geld sparen.

Prolongationsangebot mit anderen Kreditangebote vergleichen

Mit einer günstigen Anschlussfinanzierung können Verbraucher viel Geld sparen.
Beim Abschluss eines Immobilienkredites oder einer Baufinanzierung legt der Kunde mit der Bank nicht nur die Höhe des Darlehens, die monatliche Rate und die Laufzeit fest – bei Immobiliendarlehen wird auch eine sogenannte Zinsfestschreibung mit der Bank vereinbart. Diese zusätzliche Kreditkondition gibt dem Darlehensnehmer trotz der langen Laufzeiten dieser Finanzierungen eine gewisse Planungssicherheit: Für die Länge der Zinsfestschreibung zahlt der Kunde nur das zum Abschluss der Finanzierung geltende Zinsniveau – egal wie sich die realen Marktzinsen für Baukredite oder Immobilienfinanzierungen während der Zinsfestschreibung verändern.

 

Den meisten Kreditnehmer gelingt es nicht, den gesamten Darlehensbetrag auch während der maximalen Zinsbindung von dreißig Jahren komplett an die Bank zurückzuzahlen. Daher muss die noch ausstehende Kreditsumme in einer Anschlussfinanzierung getilgt werden. Spätestens drei Monate vor Ablauf der vereinbarten Zinsbindung ist die Bank dazu verpflichtet, ihren Kunden auf die anstehende Anschlussfinanzierung hinzuweisen und ein entsprechendes Angebot für diese sogenannte Prolongation zu unterbreiten.

Für den Kunden sind die Konditionen dieser Prolongation bei der gleichen Bank, oftmals jedoch nicht optimal – ein genauer Vergleich der Baukreditkonditionen anderer Anbieter lohnt sich daher eigentlich immer. Meist ist es für den Kreditnehmer deutlich günstiger, die Anschlussfinanzierung bei einem anderen Geldhaus abzuschließen und den Kredit umzuschulden.

Anschlussfinanzierung bei einer anderen Bank bietet meist sehr hohes Sparpotential

Wählt der Kunde für die Anschlussfinanzierung nach Ablauf der Zinsbindung eine neue Bank, hat das alte Geldhaus in diesem Fall das Recht, eine Gebühr für die vorzeitige Ablösung des Baudarlehens zu verlangen – die Vorfälligkeitsentschädigung. Die Höhe dieser Gebühr bemisst sich unter anderem anhand der noch ausstehenden Darlehenssumme und der restlichen Kreditlaufzeit - aufgrund der hohen Darlehenssummen können bei der Umschuldung eines Immobilienkredites schnell vierstellige Beträge für die Vorfälligkeitsentschädigung fällig werden. Dennoch lohnt sich der Wechsel des Geldhauses für die Anschlussfinanzierung in den meisten Fällen, da die Einsparungen durch die niedrigeren Kreditzinsen die Höhe der Vorfälligkeitsentschädigung meist deutlich überschreiten.

 

Unser Tipp: Beim Ablauf einer zehnjährigen Zinsbindung können Verbraucher ihr Darlehen komplett ablösen und auf ein günstigeres Darlehen einer anderen Bank umschulden, ohne, dass hierfür eine Vorfälligkeitsentschädigung verlangt werden kann.

(as)

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