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Wo lässt sich bares Geld sparen - Leasing oder Autokredit

03.10.2013 - 12:00

Ein Auto ist aus dem Alltag vieler Menschen nicht mehr wegzudenken - allerdings ist es auch mit hohen Anschaffungskosten verbunden. Doch nicht jeder kann die volle Summe aus eigener Tasche bar bezahlen. Verbraucher haben jedoch neben dem Barkauf auch andere Möglichkeiten, sich ein eigenes Auto zu finanzieren: Sie können es leasen oder einen Autokredit aufnehmen.

Beim Autokredit handelt es sich um einen zweckgebundenen Kredit, der in monatlichen Raten abbezahlt wird. Wie der Name bereits sagt, darf das Geld, das der Schuldner durch Abschluss eines zweckgebundenen Darlehens erhält, nur für die Finanzierung der Sache ausgegeben werden, für die der Kredit aufgenommen wurde. Durch die Zweckgebundenheit sind die Konditionen im Vergleich zu einem Ratenkredit, der nicht zweckgebunden ist,  oftmals deutlich günstiger. Da inzwischen viele Händler mit Banken kooperieren, hat der Kunde in vielen Fällen die Wahl, ob er den Kreditvertrag bei einem Autohändler oder einer Bank abschließt. Die Entscheidung für einen Autokredit ist für Verbraucher, die ihren Wagen privat nutzen, oftmals günstiger, als ihn zu leasen.

Eigentumserwerb durch Finanzierung

Ein wichtiger Punkt beim Leasing ist, dass der Verbraucher niemals das Eigentum am Wagen erlangt. Nach Ablauf des Leasingvertrages hat der Leasingnehmer zwei Möglichkeiten: Entweder er zahlt eine Abschlussrate und kauft den gebrauchten Wagen oder er schließt einen erneuten Leasingvertrag für ein anderes Fahrzeug ab. Die zweite Option bietet allerdings den Nachteil, dass der jeweilige Verbraucher dann wieder für eine längere Zeit eine Verpflichtung in Form einer Ratenzahlung aufnimmt. Die Finanzierung eines Wagens mit einem Autokredit ist hingegen eine langfristige Investition – da der Verbraucher das Eigentum an dem Fahrzeug erwirbt. Vor allem aktuell, wo die Zinsen auf einem sehr niedrigen Niveau sind, ist die Finanzierung eines Autos mit einem Kredit definitiv eine Überlegung wert.

Höhere Entscheidungsfreiheit beim Autokauf

ADAC-Juristin Silvia Schattenkirchner stellt fest, dass ein Autokredit für Privatkunden günstiger ist, als einen Wagen zu leasen. Die Kostenunterschiede zeigen sich beispielsweise bei den Reparaturkosten, die für ein Fahrzeug anfallen können. Bei Leasingwägen sind diese in der Regel deutlich höher als bei einem eigenen Auto, da sich Interessenten beim Abschluss eines Leasingvertrages oftmals dazu verpflichten, ihren Wagen im Schadensfall bei einer Vertragswerkstatt reparieren zu lassen. Diese sind häufig deutlich teurer als freie Werkstätten. Beim Kauf eines Fahrzeuges mit einem Autokredit hat der Besitzer auch die Möglichkeit, eine freie Werkstatt aufzusuchen und dadurch bares Geld zu sparen. Das ist allerdings nicht die einzige finanzielle Folge des Leasings.

Bei Abschluss eines Leasingvertrages müssen Verbraucher eine Anzahlung auf den Wagen leisten, die oftmals zehn bis 30 Prozent des Neuwerts des Wagens entspricht. Beim Kauf eines Wagens mit einem Autokredit ist eine derartige Anzahlung hingegen nicht nötig. Der Kauf bietet oftmals sogar satte Rabatte: Bei der Finanzierung über einen Autokredit können Interessenten dem Händler gegenüber als Barzahler auftreten. Diese Option ist allerdings nur möglich, wenn Verbraucher ihren Autokredit über eine Bank abschließen und nicht beim Händler. Viele Händler bieten als Gegenleistung für eine Barzahlung Rabatte von bis zu 20 Prozent des Kaufpreises. Zudem profitieren Nutzer eines Autokredites oftmals von günstigeren Zinsen als beim Leasing – denn auch hier fallen Zinsen an: Durch diese Zinsen deckt der Händler seine laufenden Kosten und seine Refinanzierungskosten. Außerdem zieht er daraus seinen Gewinn. Die Leasingzinsen werden oftmals in die monatlichen Raten eingerechnet. Sie richten sich vor allem nach dem Neuwert des Wagens. Neben den höheren Kosten, schränkt das Leasing auch die Flexibilität des Kunden ein.

Im Leasingvertrag wird in der Regel eine maximale Kilometerzahl oder ein Mindestrestwert festgelegt, den der Wagen am Ende der Laufzeit haben muss. Sollte der Autofahrer diese Grenze überschreiten, muss er für den entstandenen Wertverlust aufkommen – denn der Händler erleidet einen Verlust, wenn er den Wagen nicht zum geplanten Preis weiterverkaufen kann. Bei der Finanzierung mit Hilfe eines Autokredites sind Verbraucher hingegen wesentlich freier: Da der Verbraucher bei dieser Finanzierungsart zum Eigentümer des Fahrzeuges wird, kann er so viel fahren, wie er möchte.

Für Privatpersonen ist ein Autokredit in der Regel also die bessere Entscheidung. Der Kredit Vergleich hilft Interessenten dabei, die unterschiedlichen Anbieter miteinander zu vergleichen und das günstigste Angebot auszuwählen.

(mk)

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